Nach seiner Hinrichtung wurde J. Paul Jernigan zum ersten digitalen Atlas der Anatomie verarbeitet. Der Dokumentarfilm „Blue End“ erzählt die Geschichte des Menschen hinter dem Körper im Internet
Boulevard Belgrad: Knapp vier Jahre nach dem Sturz des Milošević-Regimes blüht die alternative Musikszene in der serbischen Hauptstadt wieder auf. Das Ex-Oppositionsradio B92 fördert Underground-Elektronik und Balkanmusik, während die Rap-Szene die Porno-Ästhetik des Turbo-Folks parodiert
Der Glanz des neuen Südafrika: Kwaito war einst der Soundtrack zum Ende der Apartheid. Heute ist er ein florierendes Genre, in dem sich auch das Unbehagen an den Problemen des Landes artikuliert. Zwei neue Compilations bieten einen Überblick
„Alles, was wir getan haben, war zu grooven“: Was er gesät hat, treibt zyklisch neue Blüten – ohne Roy Ayers kein Disco, kein HipHop und kein House. Ein Album mit unveröffentlichten Songs lädt nun ein, den Meister aller Klassen ganz neu zu entdecken
In US-Horrorfilmen haben Stadtmenschen, die es in die Provinz verschlägt, meist nichts zu lachen. Doch das Bild vom Kulturkampf, das sich hinter diesem Szenario verbirgt, steckt voller Widersprüche
It‘s the end of the record industry as we know it: Eine Studie der Bank Morgan Stanley weist nach, dass es sich nicht lohnt, in die Musikindustrie zu investieren. Die Zeit der Majors dürfte bald vorbei sein. Die Zukunft des Pop liegt in den Händen der Indies
Handelskammer-Präses Dreyer wünscht sich 2004 mehr internationales Renomee für Hamburg und von allen Parteien eine „starke Allianz“ für das Leitbild Wachsende Stadt
Der 44-jährige Frührentner Michael G. ist Vorreiter im Kampf für eine Freigabe von Cannabis als Medizin. Das Moabiter Amtsgericht erlaubte ihm jüngst den Eigenanbau. Jetzt will er seine Pflänzchen in Apotheken bringen. Eine ist dazu schon bereit
Als Nachfolger von George W. Bush wird Dennis Kucinich das Kioto-Protokoll unterschreiben. Dem Internationalen Strafgerichtshof beitreten. Und ein Friedensministerium einrichten. Besuch bei dem demokratischen Kandidaten, den „Rolling Stone“ den „neuen Führer des alternativen Amerika“ nennt
Den Leser in ein richtiges Grauen hineintreiben: Mit den Romanen „Frost“ und „Verstörung“ sowie einem Kurzprosa-Band sind die ersten drei Bände der Thomas-Bernhard-Werkausgabe erschienen
Für seinen neuen Film „Dogville“ hat Lars von Trier die Welt als Guckkasten nachgebaut. Wie in einem Lehrstück verwandelt sich dort der US-amerikanische Community-Glaube in Fremdenhass. Kann man sich mit Nicole Kidman brechtisch amüsieren?
Im Archivkeller der Befindlichkeiten: Einmal im Jahr, jeweils am 27. September, führte Christa Wolf Tagebuch über ihr Leben. Nun erscheint „Ein Tag im Jahr“: Das Buch ist eine Art Jahreschronik der DDR, aber auch ein Zeugnis der inneren Entkrampfung