Kinderpatenschaften und Kolonialismus Das Versprechen von persönlicher Hilfe Kinderpatenschaften sind für viele gelebte Solidarität – für andere ein Fundraising-Tool mit kolonialem Beigeschmack. Wie zeitgemäß ist das Konzept? Von Leila van Rinsum 9.3.2026
Geldspenden von Frauen Solidarisch mit Cash Deutlich mehr Frauen als Männer spenden Geld für einen guten Zweck. Was für unterstützenswert gehalten wird, unterscheidet sich ebenfalls. Von Anja Krüger 9.3.2026
Rap-Duo aus Vorpommern „Also es gibt wirklich keine gute rechte Musik“ Hilft linker Rap gegen rechte Jugendkultur? Und müssen junge Männer wirklich hart sein? Ein Gespräch mit der Hinterlandgang. Interview von Tobias Bachmann 7.3.2026
Autorin über Feminismus und Freiheit „Mit High Heels hat man keine Standfestigkeit“ Feministin Antje Schrupp hat ein neues Buch geschrieben. Ein Gespräch über Tradwives, weibliches Begehren und was es für Veränderung bräuchte. Interview von Katrin Gottschalk 21.2.2026
Jana Hensel über ihr neues Buch „Müsste der Osten nicht anders regiert werden?“ Die Journalistin Jana Hensel schreibt zum Aufstieg der AfD in Ostdeutschland. Warum es Ost und West nach den Wahlen auseinanderreißen wird. Interview von Jens Uthoff und Anne Fromm 16.2.2026
Besser als die Natur? Die EU macht sich daran, gentechnische Veränderungen an Pflanzen zu deregulieren. Bio- und wissenschaftliche Fachverbände schlagen Alarm Von Cordula Rode Ausgabe vom 7.2.2026, Seite 31, bio taz Download (PDF)
Edel sei der Pilz Die steigende Menge der in Deutschland produzierten Edelpilze erreicht ein Ziel, von dem der Gemüseanbau weit entfernt ist. 95 Prozent der wohlschmeckenden Hutträger werden biologisch erzeugt Von Cordula Rode Ausgabe vom 7.2.2026, Seite 31, bio taz Download (PDF)
Frauke Brosius-Gersdorf im Gespräch „Sagt den Töchtern, sie können alles werden“ Eine rechte Kampagne verhinderte, dass Brosius-Gersdorf Verfassungsrichterin wurde. Wie sie heute darauf blickt – und was sie sich für die Zukunft wünscht. Interview von Kersten Augustin und Patricia Hecht 30.1.2026
NS-Forscher über Gedenkkultur „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“ Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und Mitläufertum. Interview von Jan Feddersen 27.1.2026
Fotoarbeit zu japanischer Subkultur Harte Schale, samtiger Kern In Japan motzen LKW-Fahrer ihre Trucks so auf, dass sie wie Raumschiffe aussehen. „Dekotora“ heißt das Phänomen. Die Fotografin Louise Mutrel hat es dokumentiert. Von Leonie Gubela 17.1.2026
Projektarbeit an Schulen „Ich bin ein später Hippie“ Sanem Kleff hat 25 Jahre das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ geleitet. Was sie über die Gesellschaft gelernt hat – und über sich. Interview von Katrin Gottschalk 11.1.2026
Asexuelle Autorin über Sex „Donuts sind cooler“ Die Journalistin Maria Popov hat ein Buch über Asexualität geschrieben. Ein Gespräch über Performancedruck bei Dates, politische Unlust und Freundschaften. Interview von Michelle Schleimer 9.1.2026
Juli Zeh über Nachbarn, die AfD wählen „Ich bin nicht der Heldinnen-Typ“ Viel wird geredet über die, die für die AfD stimmen, Schriftstellerin Juli Zeh lebt mit ihnen im Dorf. Ein Gespräch über Rechtspopulisten, Talkshows und durchtanzte Nächte. Interview von Antje Lang-Lendorff und Peter Unfried 27.12.2025
Rückkehr nach Damaskus „Ich habe wieder gefühlt, dass ich wirklich lebe“ Aghyad Alnwelati und Ahmad Awad sind nach Syrien zurückgekehrt. Der eine hat seine Erinnerungen an Deutschland sorgsam weggepackt, der andere pendelt nun zwischen zwei Leben. Von Julia Neumann 19.12.2025
Behindertenaktivist über seine Kämpfe „Ich bin ehrlicher geworden“ Udo Sierck hat ein Buch geschrieben über die Behindertenbewegung. Heute sorgt er sich, dass das Erkämpfte wieder zunichte gemacht werden könnte. Interview von Marietta Meier 14.12.2025
Politologin über soziale Ungleichheit „Ich habe die Extreme kennengelernt“ Ungleiche Verteilung von Vermögen kennt Martyna Linartas aus ihrer Familie. Ein Gespräch über Erben und Gerechtigkeit, Wahnsinn, Neid und die AfD. Interview von Stefan Reinecke und Anna Lehmann 6.12.2025
Auseinandersetzung mit Identität „Ich wurde in Deutschland erst wirklich jüdisch“ Yfaat Weiss leitet das Dubnow-Institut in Leipzig. Ein Gespräch über jüdische Existenz, historische Verantwortung – und die Schönheit von Geschichte. Interview von Jan Feddersen 2.12.2025
Suche nach der eigenen Geschichte „Ich hatte das Grönländisch verlernt“ Maria Nûko Jørgensen kam in Grönland zur Welt, lebte als Kind auf der Straße, dann bei einer Pflegefamilie in Dänemark. Mit ihrer Geschichte ist sie nicht allein. Interview von Manuela Heim 23.11.2025
Fotoarbeit von Arne Beierlorzer „Anders als in meiner Vorstellung schämen sich Kinder nicht“ Arne Beierlorzer hilft als Arzt in einem Friedensdorf, wo Kinder mit Verbrennungen behandelt werden. Er zeigt, wie unbefangen sie mit ihrer Versehrtheit umgehen. Interview von Raweel Nasir 17.11.2025