Fast 15 Prozent der Neuköllner leben von Sozialhilfe. Um die Innenstadt bildet sich ein regelrechter Armutsgürtel. Betroffene kommen hier immer seltener heraus
Zu viel Komfort: Sozialbehörde verweigert die Bezuschussung einer Dänemark-Reise für Kinder sozial schwacher Eltern. Begründung: Ihnen könnte es besser gehen als daheim
Im Großbezirk Mitte haben sich von Tiergarten über Moabit bis Wedding Sozialhilfemilieus etabliert. Besonders betroffen: Migranten und Frauen. 60 Prozent nichtdeutscher Vorschulkids brauchen Stütze
Was Bundespolitiker derzeit öffentlich aufregt, haben Fachleute lang belegt – und blieben ungehört: Reiche Menschen verdienen immer mehr, arme immer weniger. Das hat System, zeigt jetzt eine Studie der Bremer Arbeitnehmerkammer
Arbeitnehmerkammer legt „Armutsbericht“ vor, weil sich der Senat vor der Aufgabe drückt: Zwölf Prozent der Sozialhilfeempfänger haben einen Job – aber einen der „Billigjobs“. 45 Prozent sind Kinder und alleinerziehende Frauen
Die Armutsgrenze verläuft mitten durch die Stadt. Statistisches Landesamt stellt fest: Sozialhilfeempfänger werden immer jünger. Rahlstedt wächst am meisten, Innenstadt verliert weiter an Einwohnern. Und Altengamme ist fast ausländerfrei
In sozial schwachen Bezirken sterben mehr Menschen an Lungenkrebs. Gesundheitssenatorin appelliert an Eigenverantwortung. Alkoholismus häufigste Diagnose bei Männern mittleren Alters