Im Parlamentsgefecht um die Leopard-II-Panzer für die Türkei kam die Opposition blässlich daher. Rot-Grün demonstrierte dagegen schmusige Einigkeit ■ Aus Berlin Patrik Schwarz
Der Bundessicherheitsrat beschloss, der Türkei einen Panzer zur Ansicht zu schicken – aller Kritik wegen der dortigen Menschenrechtssituation zum Trotz ■ Von Patrik Schwarz
■ In Santiago de Chile fielen sich Menschen, die unter Pinochet gelitten hatten, nach einer endlosen Nacht des bangen Wartens erleichtert in die Arme, tanzten und sangen
■ In einem Bericht zur Lage im Kosovo macht Human Rights Watch die UCK für die täglichen Verbrechen gegen Serben und Roma verantwortlich. Aber auch KFOR und UNO täten zu wenig, um die Übergriffe zu verhindern
Der Gipfel von Sarajevo hat gezeigt, daß man aus den Erfahrungen in Bosnien gelernt hat: Der „Stabilitätspakt“ soll UNO und OSZE keine Konkurrenz machen, er soll die Aktivitäten bündeln ■ Aus Sarajevo Erich Rathfelder
Das amerikanische Außenministerium präsentierte nicht nur Satellitenfotos, sondern auch Filmaufnahmen eines Zeugen, die die Morde an 127 Männern in dem Dorf Izbica beweisen sollen ■ Aus Washington Peter Tautfest
■ Tausende Kosovo-Albaner werden vertrieben. Die Flüchtlinge berichten über serbische Greueltaten. Bislang schwerste Bombenangriffe in Belgrad. UN-Sicherheitsrat sehr besorgt
Die Bundesregierung hält sich bedeckt, ob sie Vertreter zu umstrittener Heroinkonferenz nach Birma schickt und damit die vom Westen gemiedene Militärjunta aufwertet ■ Von Sven Hansen
■ Der irakische Menschenrechtler Sahib al-Hakim über die Situation Saddam Husseins, der irakischen Bevölkerung und der Opposition nach der Beendigung der Luftangriffe der USA und Großbritanniens
Der Spruch der Londoner Lordrichter im Fall des chilenischen Militärdiktators Augusto Pinochet hat das Fenster zu einer weiten Perspektive menschenrechtsorientierter Politik aufgestoßen. Jetzt gilt es, die Schwächen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom Dezember 1948, die dem Kalten Krieg entsprangen, zu beheben. Ein Plädoyer gegen die Verzagtheit und die Haltung des „Alles oder nichts“ ■ Von Christian Semler