Immer mehr Deutsche werden im Ausland, was sie sich in der Heimat nicht leisten könnten: Besitzer einer idyllischen Immobilie. Das ruhige Feriendomizil ist ein willkommener Fluchtpunkt jenseits des Koordinatensystems unseres Alltags
Seit Donnerstag lebe ich nun in einer Stadt, die zum Ort eines Terrorangriffs geworden ist. Anders als vorher scheinen sich die Menschen hier jetzt zu misstrauen. Das macht mir Angst. Denn wenn das Konzept der vielen sich akzeptierenden Kulturen und Subkulturen auf engem Raum nicht mehr funktioniert, wird auch diese Stadt bald nicht mehr funktionieren
Türkische Künstler boykottieren die Ausstellung „Urbane Realitäten: Fokus Istanbul“, die am Freitag im Berliner Martin-Gropius-Bau eröffnet. Ihren Rückzug begründen sie mit mangelnder Transparenz, etwa bei der Künstlerauswahl. Der Mäzen der Istanbul Foundation tritt in Berlin als Fotograf auf
Berlin war meine erste Stadt, und ich dachte, das zwischen uns wäre für immer. Aber dann fand sie plötzlich immer mehr Verehrer. Die Geschichte einer Beziehungskrise
Warum wurde Dresden bombardiert, obwohl Deutschland im Frühjahr 1945 bereits den Krieg verloren hatte und der Stadt keine zentrale strategische Bedeutung zukam? Ein wissenschaftliches Forum am Hannah-Arendt-Institut diskutierte über rechtliche und ethische Probleme des Bombenkriegs
Die irische Stadt Cork ist nun Kulturhauptstadt Europas – die kleinste bislang. Man hat sich aber viel vorgenommen – gilt es doch, die inzwischen viertgrößte Kaufkraft der Welt kulturell zu sublimieren
Die Korrektur antisemitischer Straßen-Umbenennungen ist nicht „notwendig“, schrieb Bremens Bauverwaltung 1984 der Urenkelin von Emanuel Stern. Nun will Bausenator Eckhoff einlenken und dem einstimmigen Votum des Beirates folgen
Sinai-, Raphael-, Uriel-, Michael- und Emanuelstraße: Keine der fünf Straßenumbenennungen aus antisemitischen Gründen 1933 bis 1938 wurde in Bremen rückgängig gemacht
Die dritte Staffel von Edgar Reitz’ „Heimat“ erzählt Weltgeschichte, indem sie sie verlässt.Übrig bleiben so ruhelose Träumer in romantisch verklärter Landschaft (20.15 Uhr, ARD)
13. Stock (2): Adel und seine Kumpel erzählen gern richtig harte Storys aus dem Ghetto Grohner Düne. Ihre eigentlichen Lebensläufe wirken eher hoffnungslos als gefährlich – und treten erst in längeren Gesprächen hervor
Deutschland ist für Einwanderer ein schönes Land: Ordnung und Pünktlichkeit, ein Paradies für Heimwerker – vor allem aber die Idee von sozialer Gerechtigkeit. Ein Lob zum Internationalen Tag gegen Rassismus an diesem Sonntag
In den Industrienationen schrumpfen die Städte. Wie so ein verschrumpelter Rest dann aussieht, das kann man sich in Detroit anschauen. Einst war hier der vibrierendste Industriestandort der Welt. Jetzt wirkt die Stadt wie ausgestorben
Es waren einmal 99 Menschen. Die wohnten in einem Fischerdorf namens Peschici in Süditalien. Eines Tages gewannen sie zusammen im Lotto – 32 Millionen Euro. Der Name des Dorfes wurde zum Synonym für das unverhoffte Glück. Das war vor fünf Jahren. Wo ist das viele Geld geblieben?
Neue Ausstellungen und ein Kongress in Berlin zeigen: Die Kartografie zählt derzeit zu den einflussreichsten Verfahrenin der zeitgenössischen Kunst. Die Frage nach den Repräsentationsformen von Gesellschaft und Raum hat Konjunktur
Wandern auf dem Weg nach Santiago de Campostela ist wie Gefühlskino auf historischen Spuren vor einer großartigen Landschaftskulisse. Mit schicksalsergebener Zuversicht schnallen sich viele den schweren Rucksack auf und wandern drauflos