Der EU-Gipfel ist geplatzt. Das ist keine Katastrophe: Jetzt kann die neue Debatte um die Grenzen der Souveränität beginnen. Am Ende muss eine Volksabstimmung stehen
Bill Emmott ist Chef der Zeitschrift „Economist“. Seine Mission: die kapitalistische Wirtschaftsordnung zu verteidigen – zum Beispiel gegen Silvio Berlusconi. Denn dessen Machtmissbrauch diskreditiere die liberale Wettbewerbsgesellschaft. Soziale Ungleichheit ist für Emmott kein Problem
Amerika verliert zusehends seine Macht und setzt daher auf einen demonstrativen Militarismus. Dagegen müssen sich Europäer mit Russen verbünden und die UNO stärken
Bei dem Asem-Gipfel in Kopenhagen einigen sich die Teilnehmer lediglich auf die Forderung an Bagdad, Waffeninspekteure der UNO wieder ins Land zu lassen. Die USA werden aufgefordert, den Dialog mit Nordkorea wieder aufzunehmen
Mit Osttimor ist auch die Enklave Oecussi in Westtimor unabhängig geworden. Sie erhält einen Autonomiestatus. Über einen Landkorridor zwischen den beiden Gebieten des neuen Staates gibt es noch Streit mit der indonesischen Regierung
Globale Gerechtigkeit kann man nur mit globalen Organisationen wie Weltbank und Welthandelsorganisation erreichen. Voraussetzung: Sie müssen demokratisiert werden
Ob Linke oder Rechte: Fast alle Isrealis glauben, dass es einen Palästinenserstaatgeben wird. Trotzdem halten sie Frieden für unmöglich – eigentlich ein Widerspruch
Ohne es zu wollen, tragen ausgerechnet die Globalisierungsgegner dazu bei, dass die Welt zusammenwächst. Aus Anarchie entsteht Ordnung – der Jesuit de Chardin hat Recht
Die Kommission in Brüssel legt ein Weißbuch mit Empfehlungen vor, die Bürger stärker an der Meinungsfindung zu beteiligen. Von Mitentscheiden ist jedoch nicht die Rede
Politische Gewalt mag nicht legitim sein, aber die Erfahrung lehrt: Sie ist nützlich. Sie mobilisiert soziale Bewegungen – und zwingt die Mächtigen zum Zuhören