Neuer Roman von Olga Grjasnowa Das ererbte Schweigen mit Fiktionen füllen Bisher lehnte Olga Grjasnowa Kategorien wie Identität scharf ab. In ihrem aktuellen Roman „Juli, August, September“ scheint sich das Blatt zu wenden. Von Jan Süselbeck 4.11.2024
100. Geburtstag von Erich Fried Der unversöhnliche Philanthrop Er war ein unbequemer Schriftsteller zwischen allen Stühlen. Dennoch ist lohnenswert, das Werk von Erich Fried zum 100. Geburtstag neu zu entdecken. Von Jan Süselbeck 6.5.2021
Komplexe Erinnerung Anschreiben gegen das Happy-End: Weshalb Ruth Klügers Werke weiter leben werden Von Jan Süselbeck Ausgabe vom 10.10.2020, Seite 14, literatur Download (PDF)
Klimakrise in Kanada Alberta gleicht einem Räucherofen Rauch und Smog statt klarer kühler Luft: Der Klimawandel zerstört die Idylle des kanadischen Westens. Und tötet dort Menschen. Von Jan Süselbeck 10.8.2019
Tagebücher von Alice Schmidt A. wieder wetternd Kriegstrauma und Größenwahn: Alice Schmidts Tagebücher aus den Jahren 1948/49, als ihr Mann noch nicht der berühmte Arno Schmidt war. Von Jan Süselbeck 14.4.2018
Für den Leipziger Buchpreis nominiert Überwachen und straffen Matthias Senkels literarische Spielfreude in „Dunkle Zahlen“ ist bemerkenswert. Manch einer wird sich aber auch vor den Kopf gestoßen fühlen. Von Jan Süselbeck 12.3.2018
Nachruf auf Schriftsteller Peter Kurzeck Ein radikaler Biograf Er schrieb die Chronik des alten Jahrhunderts von unten: Peter Kurzeck ist im Alter von 70 Jahren gestorben und hinterlässt ein unfertiges Monumentalwerk. Von Jan Süselbeck 26.11.2013
Urknall des Dschihad-Dramas KÜSSE UND BISSE (7) – Notizen zum Kleist-Jahr: Was fangen wir im neuen Jahrtausend mit der „Hermannsschlacht“ an? Eine kleine Aufführungsgeschichte Von JAN SÜSELBECK Ausgabe vom 21.6.2011, Seite 17, Kultur Download (PDF)
Die dritte Phase der Verdrängung SCHOAH Ein bemerkenswerter Sammelband über die öffentliche „Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus“ zieht eine bittere Bilanz der letzten dreißig Jahre Von JAN SÜSELBECK Ausgabe vom 5.2.2011, Seite 29, Politisches Buch Download (PDF)
Matthias Énards "Zone" Kursbuch der Vernichtung Mathias Énard gelingt das Kunststück, eine Sinfonie über den Krieg zu komponieren, ohne dass sie kitschig wird. Dabei übertrumpft er Jonathan Littell sprachlich um Längen. Von Jan Süselbeck 10.1.2011
Nachruf auf Peter O. Chotjewitz Spätrömische Dekadenz stand ihm gut Peter O. Chotjewitz, Schriftsteller, Übersetzer, ewiger Bohemien und einst Wahlverteidiger von Andreas Baader, ist tot. Er wurde 76 Jahre alt. Von Jan Süselbeck 15.12.2010
Wälsungenblut, deutschreligiös AFGHANISTAN Ingo Niermann und Alexander Wallasch proben als Koautoren mit ihrem Porno-Roman „Deutscher Sohn“ die ultimative Provokation Von JAN SÜSELBECK Ausgabe vom 9.10.2010, Seite 28, LITERATUR Download (PDF)
RAUS AUS BERLIN Behördenparadies Von JAN SÜSELBECK Ausgabe vom 20.8.2010, Seite 28, Kultur Download (PDF)
KRIEG DER MASCHINEN Strategen am Laptop Von JAN SÜSELBECK Ausgabe vom 9.11.2009, Seite 28, Kultur Download (PDF)
Goldhagens Völkermord-Studie Das Einmaleins der Genozide Daniel J. Goldhagen hat für seine neue vergleichende Studie den Taschenrechner ausgepackt. Hätte er ihn besser mal stecken lassen. Sein Body Count relativiert die Geschichte. Von Jan Süselbeck 23.10.2009
Eine Art von Buschkrieg ERSTER WELTKRIEG Harry Graf Kesslers fesselndes Tagebuch 1914–1916 belegt, wie virulent spezifische Kolonialpläne für die deutschen Kämpfe im Osten Europas waren Von JAN SÜSELBECK Ausgabe vom 11.8.2009, Seite 16, Kultur Download (PDF)
"Wohlgesinnten"-Autor Littell Schillernde Selbstinszenierung Jonathan Littell, Autor von "Die Wohlgesinnten", hat eine Schrift zur Struktur der faschistischen Sprache verfasst. Darin finden sich mehr Fragen als Antworten. Von Jan Süselbeck 30.3.2009
Kein Vaterland! Sehr deutsch, sehr todessehnsüchtig, sehr verstörend: Reinhard Jirgl beerbt in seinem misanthropischen Zeitroman „Die Stille“ Arno Schmidt und Alfred Döblin, ohne dabei epigonal zu wirken. Jede Antwort weiß in diesem Buch von einer Frage Von JAN SÜSELBECK Ausgabe vom 12.3.2009, Seite 02, Literataz Download (PDF)
Tagebuch über Arno Schmidt Sie nannten es Arbeit Große Verrisse, kleine Honorare, Schnaps um 8.45 Uhr: Alice Schmidt hielt in ihrem "Tagebuch aus dem Jahr 1955" die Arbeitsbedingungen ihres Ehemanns fest. Von Jan Süselbeck 8.10.2008