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Arme Greta-Anbeter

Thunbergs Jünger entsetzt über Heroine

Fallfoto: reuters

Die bedauernswerten Verehrer der führenden schwedischen Klimaaktivistin weinen gerade bitterliche Tränen in ihre Wetterfähnchen. War Greta Thunberg vor Jahr und Tag noch zur „Heldin unserer Zeit“ oder „Botschafterin des Gewissens“ erklärt worden und als Covergirl einer neuen Jugendbewegung in sämtlichen Medien dieser Welt unterwegs, stellt sich jetzt heraus, dass die blonde Nordländerin eine eiskalte Antisemitin ist, nachdem sie auf einer Demonstration in Amsterdam am Wochenende zum wiederholten Mal in antisemitische Stereotypen verfiel. „Was erlaubt sie sich?“, kreischen die Greta-Anbeter verzweifelt und entsetzt über den tiefen Fall ihrer Heroine. Künftig wird die Bezopfte wohl nicht mehr als „Stimme einer neuen Generation“ angesehen und zu internationalen Konferenzen eingeladen werden. Keine hochrangige Persönlichkeit aus Politik und Gesellschaft würde sich mit einer Antisemitin an der Seite ablichten lassen – außer vielleicht Alice Weidel! Aber wer wird Thunbergs Erbe antreten? Sahra Wagenknecht? Alice Schwarzer? Frauen for Future. Die haben sich die Gretaisten mit ihrer Heldinnenverehrung redlich verdient.

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