: Angriff in Flüchtlingsheim
Eindringlinge verletzten Bewohner in Cottbuser Unterkunft
Mehrere Unbekannte sollen in eine Cottbuser Flüchtlingsunterkunft eingedrungen sein und Bewohner verletzt haben. Der Staatsschutz ermittelt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Es gehe um gefährliche Körperverletzung und es müsse auch geprüft werden, ob ein fremdenfeindliches Motiv hinter dem Angriff stecke. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche, am 1. Januar. Eine Bürgerinitiative machte ihn am Montag öffentlich.
Nach Angaben der Polizei ging bei den Einsatzkräften in der Silvesternacht ein Notruf vom Wachschutz der betroffenen Unterkunft ein: Vier deutschstämmige Männer und zwei Frauen sollen zunächst geklingelt haben und dann in die Unterkunft gestürmt und auf mehrere Flüchtlinge losgegangen sein. Einer der Bewohner erlitt Schnittverletzungen im Gesicht.
Laut der Bürgerinitiative haben Bewohner der Unterkunft berichtet, dass die Wachleute zugeschaut hätten, wie Flüchtlinge geschlagen wurden. Laut dem Träger der Unterkunft liegt der Wachschutz nicht in seinem Verantwortungsbereich, sondern in dem der Stadtverwaltung. Ein Sprecher sagte am Montag, man prüfe nun, ob die beauftragte Wachschutzfirma ihre vertraglichen Pflichten verletzt hat. (dpa)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen