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Aktion gegen Atommüll

■ Länderübergreifendes Aktionsbündnis gegründet

Frankfurt/Main (taz) — Nur knapp zehn Kilometer Luftlinie vom hessischen Atomzentrum Hanau-Wolfgang entfernt, will die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) eine Anlage zur Verbrennung von Atommüll bauen — auf dem Gelände der Firma Siemens im bayerischen Karlstein am Main. Die „Abfall-Reduzierungs- Anlage Karlstein“ (ARAK), in der einmal Atommüll durch Verbrennen um neunzig Prozent volumenreduziert werden soll, ist der zweite Versuch der Atomwirtschaft, das Atommüllproblem auf der nationalen Ebene in den Griff zu bekommen.

Bereits 1986 ging in Karlstein eine ARAK in Betrieb. Aufgrund permanenter Grenzwertüberschreitungen bei den Emissionen wurde diese Pilotanlage stillgelegt. Gegen die Absicht der GNS, an der Grenze zwischen Bayern und Hessen eine Anlage zur Verbrennung von schwachradioaktiven Abfällen zu errichten, hat sich jetzt ein „bayerisch-hessisches Aktionsbündnis“ formiert.

Mehrere Bürgerinitiativen der Region, grüne Orts- und Kreisverbände sowie die Landesverbände Bayern und Hessen des BUND und der Bundesverbund Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) wollen bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens die „Bevölkerung über die gesundheitlichen Risiken aufklären“ und juristische Strategien zur Verhinderung der Anlage ausarbeiten. kpk

BUND-Spendenkonto „Gegen Atommüllofen“: Konto-Nr. 11110152, Sparkasse Langen-Seligenstadt (BLZ: 506 521 24)

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