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Afrika schreitet zu politischer Reform

ABUJA afp/dpa ■ Zwölf afrikanische Staaten haben sich erstmals zur gegenseitigen Überwachung ihrer Regierungen und Reformen verpflichtet. Bei einem Gipfeltreffen in Nigeria unterzeichneten zwölf von 17 Teilnehmern eine entsprechende Absichtserklärung, sagte Nigerias Präsident Olusegun Obasanjo am Sonntagabend. Die gegenseitige Kontrolle ist Teil eines ehrgeizigen Plans zur Entwicklung Afrikas, der „Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung“ (Nepad). Trotz vorangegangener Ablehnung eines Kontrollgremiums für politische Entwicklungen unterzeichnete auch Südafrikas Staatschef Thabo Mbeki das Dokument in Abuja. Seine Regierung hatte zuvor erklärt, Nepad sei nur für die Wirtschaft zuständig. Dass fünf Staaten die Absichtserklärung nicht unterzeichneten, habe technische Gründe, sagten Gipfelteilnehmer. So habe Senegals Präsident Abdulaye Wade das Treffen vorher verlassen müssen. Die zwölf Unterzeichnerstaaten wollen die Einzelheiten im Februar bei einem weiteren Treffen festzurren.