piwik no script img

Afghanen-Protest

Die Ausländerbehörde macht sich für Gleichberechtigung stark. Afghanische Staatsangehörige konnten bislang eine Aufenthaltsbefugnis bekommen, weil sie aufgrund des Krieges in Afghanistan auf lange Sicht nicht zurückreisen können. Nun bekommen sie nur noch die weit unsichere Duldung. Grund: Wer von Sozialhilfe lebt, darf laut Ausländergesetz keine Aufenthaltsbefugnis bekommen. Dennoch hatten afghanische Flüchtlinge diesen Status, weil sie dauerhaft in Hamburg leben. Nun sollen sie anderen Flüchtlingen gleich- und damit schlechtergestellt werden. Das wirkt sich vor allem für SchülerInnen aus, die mit einer Duldung keine Ausbildung beginnen können. Dagegen protestierten gestern rund 80 Afghanen sowie Lehrer und Sozialarbeiter in der Bürgersprechstunde bei Innensenator Hartmuth Wrocklage (SPD). Dem war die neue Praxis gar nicht bekannt.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen