Teil 6 der Reihe zum 100. Geburtstag Foucault und die Faschisierung Michel Foucault setzte sich intensiv mit dem Deutschen Herbst auseinander. Sein Denkweg kann helfen, die aktuelle Faschismusdebatte offener zu führen. Von Georg Simmerl 15.7.2026
Roman „Eisen“ Monteur der Avantgarde Gusel Jachina kommt dem Regisseur Sergej Eisenstein in ihrem Roman nahe. Nebenbei erzählt sie, wie der Osten auf den Westen prallt und beide um Vorherrschaft ringen. Von Julian Weber 15.7.2026
Festival zu antifaschistischer Literatur Auf der Suche nach radikaler Sprache Was heißt antifaschistische Literatur und was lernen wir aus ihr? Im Berliner Brecht-Haus wurde eine Woche lang über Literatur und Widerstand diskutiert. Von Jette Wiese 12.7.2026
Lesung junger Autor:innen in Berlin Ein Bienennest summt in der Brust „Die Zeit heilt alle Hündchen“ lautete der Titel einer Lesung im Literarischen Colloquium Berlin, auf der junge Autor:innen eigene Texte vorstellten. Von Rahel Bueb 12.7.2026
Verbotene Liebesbeziehungen im NS-Staat Und sie sind doch da Das Buch „trotzdem da!“ erzählt von Kindern zwischen Deutschen und ausländischen Zwangsarbeiter:innen. Es ist ein Scheinwerfer der Erinnerungskultur. Von Knut Henkel 13.7.2026
Roman „Verlorene Schäfchen“ Gott und der freie Markt Gelungene US-Komödie: In Madeline Cashs Debütroman lauert hinter jedem Witz eine Kränkung. Und hinter jeder Kränkung eine Sehnsucht. Von Sophia Zessnik 14.7.2026
Debütroman von früherem Redenschreiber Eiskalter Wind im Bundeskanzleramt Autor Jean-Philippe Kindler hat einst für Linken-Politikerin Heidi Reichinnek gearbeitet. In seinem Debütroman sieht sich eine Redenschreiberin mit dem drohenden Faschismus konfrontiert. Von David Hinzmann 11.7.2026
Lyrik Warum so kompliziert, Ann Cotten? Den Freaks im Weltall Mut zusprechen: Die Lyrikerin Ann Cotten fräst sich durch die Sprache und leimt die Späne neu zusammen. Von Jette Wiese 12.7.2026
Sachbuch über Hitler Der Frieden auf dem Weg zum Krieg In „München 38. Die Welt am Scheideweg“ gehen Christian Goeschel und Daniel Hedinger der Frage nach, warum Großbritanniens Premier Chamberlain Frieden mit Hitler machen wollte. Von Klaus Hillenbrand 10.7.2026
Büchner-Preisträgerin Christine Wunnicke Fröhliche Wissenschaft und heitere Aufklärung Christine Wunnicke hat den diesjährigen Büchnerpreis verliehen bekommen. Federleicht verbindet sie mikroskopisch genaue Erkundungen mit Humor. Von Ulrich Rüdenauer 9.7.2026
Büchner-Preis für Christine Wunnicke Überraschendes zwischen Hollywood und Nagasaki Die Autorin Christine Wunnicke erhält den renommierten Georg-Büchner-Preis. Ihr Erzählwerk sei „stets überraschend“, lobt die Jury. 9.7.2026
Rechtsextreme in französischen Verlagen Autor*innen unter Druck Am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung wurde über rechte Einflussnahme diskutiert. Handlungsempfehlungen gab es keine. Von Yannic Walter 8.7.2026
Dichterin Nora Gomringer im Gespräch „Ach so, das ist es jetzt, die Literatur“ Nora Gomringer hätte sich in jungen Jahren auch vorstellen können, Nonne zu werden. Und wurde dann doch Dichterin – so wie ihr Vater Eugen Gomringer. Interview von Karlotta Ehrenberg 16.7.2026
Buch über die Umweltbewegung Alles egal ist auch keine Haltung Die „Bekenntnisse eines genesenden Umweltschützers“ von Paul Kingsnorth sind Wutreden eines Gescheiterten, der es sich gedanklich zu leicht macht. Von Heike Holdinghausen 6.7.2026
„Katechon“ von Volker Weiß Totalitäre Fantasien, biblisch hochgerüstet Rechte sind fasziniert vom biblischen „Katechon“, der den Untergang aufhalten soll. Der Historiker Volker Weiß spürt der Karriere des Begriffs nach. Von Rudolf Walther 16.7.2026
Comic Hommage Der heilige Gral der Western-Comics Hommage-Bände setzen „Blueberry“ sowie Lucky Luke, die großen Western-Figuren der Comic-Kunst, neu in Szene. Nicht alles ist dabei restlos gelungen. Von Christoph Haas 6.7.2026
Die USA in sechs Romanen Oh, say can you see? Die USA werden 250 Jahre alt: Das literarische Amerika ist mehr als Moby Dick, Walden und Manhattaner Geldadel. Ein kleiner taz-Gegenkanon. Von Tim Caspar Boehme, Hilka Dirks, Ulrich Gutmair, Julia Hubernagel, Dirk Knipphals und Julian Weber 3.7.2026
Tagebuch-Lesung in der Fahimi-Bar Berlin Hirnwindungen eines Geisteswissenschaftlers In „Knister“ hat Autor Christoph Narholz aus Jahrzehnten von Notizen ein Jahr destilliert. Bei einer Berliner Lesung wurde wildes Denken anschaulich. Von Hilka Dirks 2.7.2026
Roman von Lídia Jorge Die Mythen der Revolution Lídia Jorge setzt in ihrem neuen Roman den Protagonisten der Nelkenrevolution in Portugal ein Denkmal. 1974 hatten sie die Diktatur zu Fall gebracht. Von Verena Harzer 30.6.2026
Debütroman von Clara Umbach Die totale Bejahung und ihr Gegenteil Clara Umbach erzählt in ihrem Debütroman eine queere Liebesgeschichte zum Teil in Form von Chatnachrichten. Das entwickelt einen eigentümlichen Sog. Von Carola Ebeling 29.6.2026