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03.10.2025 , 19:11 Uhr
Vielen Dank für den Artikel. Das Fieber der Jugend hält den Rest der Welt auf normal Temperatur, frei nach Satre.. Schön zu sehen, von einem aus einer anderen Generation, einer Generation, die mithalf wie im Wahn an der Abschaffung des menschlichen zu arbeiten, unverantwortlich handelt und wenig reflektiert. Die aber auch das Unwohlsein gepflegt hat und Träume am Leben hält und weiter auf der Suche scheint. Bunt, so wie die unserer Kinder. Und in all dem die Angst der Machthabenden, die Presse und große Tech-firmen versuchen zu kontrollieren. Ein gutes Beispiel Al-Jazeera, die täglich über Gaza berichten und heute schreiben, in Rom haben sich 10000 Menschen versammelt, um gegen die israelische Politik zu demonstrieren. In Wahrheit waren es mehr als 100000. Und viele Studenten unter ihnen. In ganz Italien bis zu 2 Millionen. Das gibt Hoffnung. Denn egal worum es geht, gibt es Hoffnung, wenn Menschen für Frieden zusammenkommen. Wie immer können wir "Erwachsenen" von den Kindern vieles lernen. Denn was auf die Menschheit zuzukommen scheint, braucht Menschen, die gerne zusammen sind und Frieden schätzen, über Hautfarben und Konfessionen hinweg. Es scheint mir gut, das Gute zu schätzen.
zum Beitrag29.09.2025 , 20:04 Uhr
Hmm, wie oben schon gesagt.. Es geht glaube ich eher darum daran zu arbeiten, sich selbst zu verzeihen, was sicherlich nicht einfach ist, aber notwendig, um sich von der Geschichte zu befreien und aus ihr lernen zu können. Die Italiener (in meiner Wahlheimat), die gerade täglich demonstrieren gehen, können sein wie sie wollen, der Bewegung Antisemitismus zu unterstellen ist nicht nur unfair, sondern auch falsch. Dass es an den Grenzen großer Bewegungen auch Extreme gibt, ist unvermeidbar. Mir geht es aber darum, dass in der italienischen Presse die Causa deutlich präsenter ist und dass das dazu geführt hat, dass in Italien eine große Protestwelle aufgekommen ist. Einfach aus dem sehr simplen Glauben heraus, dass Gewalt schlecht ist, Aushungern schlecht ist, dass Menschen egal welcher Couleur ein Recht auf Leben haben. Das die deutsche Presse sehr zurückhaltend dokumentiert und berichtet, wird selbst von großen internationalen Journalistenverbänden kommuniziert. Mein Anliegen ist nur zu sagen, dass das für einen im Ausland lebenden Deutschen offensichtlich und auch traurig ist und diese Tatsache meiner Meinung nach eine Scheindebatte erlaubt, die Niemandem wirklich hilft.
zum Beitrag29.09.2025 , 19:46 Uhr
Verzeihen ist etwas ziemlich persönliches, glaube ich. Man kann sich versuchen, selbst zu verzeihen, um neue Schritte zu unternehmen, die die Erinnerungen tragen, aus denen man lernen konnte. Ich verstehe glaube ich ihren Einwand, denke aber, dass die Situation in Gaza keine politische ist im Moment, sondern nach Menschlichkeit fragt. Wenn mein bester Freund durchtackert und blind vor Wut und dem, was er jahrelang gelernt hat gewalttätig wird, würde ich versuchen ihn von Taten abzuhalten, von denen ich aus eigener Erfahrung weiß, dass sie noch für lange Zeit negative Folgen bringen werden. Wie was wann wonach klingt, ist mir dabei ziemlich egal.
zum Beitrag29.09.2025 , 07:27 Uhr
Moin, danke für den Artikel. Irgendwo habe ich gelesen, dass in Berlin mehr als 50000 Menschen demonstriert haben. Kein riesiger Unterschied, aber vielleicht ein wichtiger. Was gerade in Italien abgeht, finde ich in den deutschen Mainstream Online Zeitungen überhaupt nicht, dabei wäre vielleicht auch das wichtig zu erwähnen, wo Spiegel und Co allen Anschein nach aufgehört haben, mit dem posten von "Live-Tickern" über Ukraine und anderen unsäglichen Situationen weltweit, um(?) nicht über die täglichen Massaker in Gaza stündlich berichten zu müssen, wie es einige internationale Medien tun (was erwähnenswert wäre?). Die deutsche Sonderhaltung in dieser Situation ist durchaus unreflektiert und geht, meiner Meinung nach, von dem Missverständnis aus, dass die Deutschen sich für irgendetwas entschuldigen könnten. Können wir aber nicht. Für Millionen von Ermordeten Menschen kann man sich nicht "entschuldigen". Man könnte daran arbeiten, sich als Volk, geformt aus Menschen, zu verzeihen. Das wäre vielleicht sinnvoll. In Italien wird gerade täglich demonstriert, gestern wurde der Genuer Hafen erneut blockiert von tausenden. Spontan. Vielleicht, um sich nicht erneut verzeihen zu wollen.
zum Beitrag14.08.2025 , 10:31 Uhr
Vielen Dank für den Artikel. Ein guter Freund hat mir mal von den Worten eines Papstes erzählt: Frieden wird einkehren, wenn viele Menschen fasten und beten. Im Ramadan kann der Verzicht als ein Geschenk betrachtet werden. Das Selbst lichtet sich. Deshalb wünsche ich den beiden großen Menschen, dass sie lernen können, ihren Hungerstreik auch anders zu betrachten. Von einem anderen Standpunkt aus. Dass sie ihren Kampf weiter führen können, mit guter Absicht, ohne große Erwartungen und in ihm lernen. Mein Meister sagte einmal, es ist wichtig, dass wir zuversichtlich sind und positiv. Ich verstehe es in dem Sinne, dass es der Weg mit der größten Aussicht auf Erfolg ist. Es geht hierbei nicht oder nicht vor allem um Gerechtigkeit. Es hört sich richtig an wenigsten das lebensnotwendige zu sich zu nehmen. ch selbst fühle die Schwere unserer Zeit. Ich fühle mich berührt von eurer Entscheidung. Euer Weg kann etwas lehren. Ich wünsche euch Sanftheit auch zu euch; Glauben an eine Zukunft in der ihr hilfreich seid und eure Erfahrung anwenden könnt. Eine wichtige Zukunft und wir wissen nicht, wie sie sein wird. Aber wichtig wird sie sein, so es Menschen gibt und auch ohne sie, the past teach.
zum Beitrag24.05.2025 , 14:39 Uhr
Danke für den Artikel.
zum Beitrag21.01.2025 , 17:55 Uhr
Danke für den Kommentar!
zum Beitrag19.01.2025 , 05:20 Uhr
Die Herrlichkeit - leider schon ein Wort aus den Irrwegen der deutschen Sprache - der abendländischen Philosophie, ist für mich Laien, ihre Beobachtungsgabe und dabei die Lust, doch nie den Hammer zu wählen, sondern angenehm den Akademikern zu sein. Trotzdem erschreckend klare Gedanken aus der nahen Vergangenheit. Das die neue Rechte eine Revolution anstrebt, wie im Schlußwort angedeutet, ist meiner Meinung nach falsch, es sei den es gilt hier der Gedanke von G. T. di Lampedusa "Alles ändern, um nichts zu ändern". In jenem angebotenen Exzess innerhalb der vernetzten, spinnennetzartigen Wunschmaschine wird die Kontrolle, meiner Meinung nach, durch ein Herausfordern der individuellen und gesellschaftlichen Scham und einer emotionalen Überforderung ausgeübt. Der Schritt aus dem persönlichen Gefängnis ist anstrengend und selbstverräterisch zugleich, denn die Tagesenergie wird im Informationskonsum verbraucht und das Sprechen über konsumiertes würde den Untertan in des Kaisers neuen Kleidern zeigen. Ob die zukünftigen Generationen uns dieses Schweigen verzeihen werden können und wir es schaffen die Mauern unserer bunten Gefängnisse zu überwinden, liegt in unseren Händen. Lohnen würd's
zum Beitrag13.11.2023 , 22:02 Uhr
Danke für den guten Kommentar.
D.
zum Beitrag28.10.2023 , 07:55 Uhr
Sehr geehrte Frau Zingher,
Danke für Ihren Artikel.
Der israelische Staat verhält sich in den Augen vieler Menschen nicht richtig. Weil es viele Menschen gibt, die mit Unverständnis auf diesen seit Jahren gepflegten Konflikt schauen. Mit Unverständnis auf den Gedanken der Rache. Mit Unverständnis auf den Widerwillen beider Seiten, in Frieden zu leben und den Reichtum, den diese Erde und Geschichte gibt, zu teilen. Der Schock über den Angriff der Hamas, hätte angedauert und hätte wachrütteln können und müssen. Aber leider hat er vor allem die Gewaltliebenden aufgeweckt. Kann nicht der offene Brief, den Sie knapp erwähnen, wichtige Anstöße liefern? Das Mitgefühl, welches Sie richtiger-, verständlicher Weise fordern, wird durch die israelischen Angriffe auf Gaza weg gebombt. Das Verständnis für diesen Konflikt ist bei mir inzwischen auf null gesunken. Darf man das sagen? Oder ist das feindlich irgendwem gegenüber? Antisemitisch oder islamophob? Darf denn nun der Gazastreifen vernichtet werden? Und wäre es dann gut, wenn Terroristen sich in den Städten der anderen hochjagen und wäre es denn dann gut, wenn deren Dörfer angegriffen werden, wenn Mauern gebaut werden, Raketen gehortet, usw usf, siehe Vergangenheit. Wo bleibt in so einer Geschichte überhaupt Zeit für Mitgefühl?
Natürlich darf sich ein jeder Staat gegen seine Feinde verteidigen. Aber er darf sich auch mit ihnen versöhnen. Mit freundlichen Grüßen, d.
zum Beitrag18.10.2023 , 17:21 Uhr
Danke für das Interview. Empathie ist meiner Meinung nach eine menschliche Grundvoraussetzung für Frieden. Es sollte möglich sein, diese für jeden Menschen aufzubringen, egal welcher Hautfarbe, Nation, Religion, etc. Es wird in diesen Tagen viel bemüht, um die deutsche Pflicht dem israelischen Staat gegenüber zu unterstreichen. Während ich es persönlich gut und richtig finde, Israel in dieser schweren Stunde beizustehen, denke ich trotzdem doch, dass unsere Geschichte uns nicht vor allen Dingen die moralische Verpflichtung dem jüdischen Volk gegenüber lehrt, sondern zumindest im gleichen Maße die Verpflichtung als Schlichter in Konflikten einzuschreiten, dort wo das gewünscht wird. Dazu gehört Empathie in alle Richtungen, ohne sich parteiisch zu zeigen. Netanjahu selbst spricht von Rache, alle Menschen wissen, Rache wird keinen Frieden bringen. Frieden passiert im Herzen und wird durch Taten aufgebaut. Freundschaft zum israelischen Volk bedeutet meiner Meinung nach den Menschen dort beizustehen, die genau dies wollen. Nicht Rache, nicht weitere 50 Jahre Krieg. Ob diese Menschen in der Regierung sitzen ist eine andere Frage. Einen Krieg zu rechtfertigen, der als Reaktion auf einen Terrorangriff befehligt wird ist finde ich nicht die Lehre, die wir aus der eigenen Geschichte ziehen sollten. Auch wenn es sich dabei um die besten Freunde handelt und vielleicht gerade dann nicht.
zum Beitrag28.08.2021 , 00:42 Uhr
Ahmad Shah Massoud's erstes Anliegen, war stets die Vereinigung Afghanistans und die Überwindung ethnischer Konflikte. Wenn sein Sohn Ahmad Massoud von dem Erbe seines Vaters spricht, dann bezieht er sich genau darauf, nicht auf den Wahnsinn des Krieges, nicht auf die Kriegsintelligenz seines Vaters. Die sogenannte Nord Allianz wurde vornehmlich vom Westen so genannt, sie selber bezeichnete sich als Vereinte Front, eben weil Usbeken, Tadschiken Paschtunen und selbst Hazara in ihr vertreten waren. Nach allem was man von der Widerstandsbewegung im Panjshir mitbekommt, sind Saleh und Massoud vereint und sicherlich nicht im Drogen Anbau verwickelt, was in dem Artikel aber ja auch nicht behauptet wird. Es ist schade, dass der Brief Massouds an die W.P. so plump abgetan wird. Der Kern des Briefes ist nicht, gebt uns Waffen. Er fragt in dem Brief überhaupt nicht nach Waffen, sondern bittet um Unterstützung. Um Hilfe. Er vergleicht die Situation Afghanistans mit der Situation Europas Anfang 1940. Als die Feinde unserer Großväter, von der Welt allein gelassen worden sind. Er bedankt sich in dem Brief für die Unterstützung der Freunde Afghanistans und bittet sie Afghanistan nicht in dieser Stunde im Stich zu lassen. Die Menschen aus dem Panjshir sind Massoud gefolgt, als er das Tal evakuieren ließ, vor einer schweren Offensive Russlands. Sie folgten ihm als er es erneut evakuieren ließ, wenige Monate später. Als die zigtausenden Menschen zurück kamen, fanden sie keinen Stein mehr auf dem anderen. Trotzdem folgten sie Massoud erneut, als er sich entschied gegen die Taliban zu kämpfen. Massoud war kein Heiliger, hat sich aber auch nie als solcher gebärdet. Er war ein tiefgläubiger Mensch und hat Volk und Freunde nicht im Stich gelassen. Das ist sein Erbe. Während die Menschen bei uns eingeschlafen sind, sehen sich die Menschen dort mit einem erneuten Zerbrechen des ohnehin fragile Friedens konfrontiert. Wörtlich bittet Massoud in seinem Brief um "geistige oder direkte Hilfe".
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