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23.01.2026 , 01:44 Uhr
Reine Spekulation! Über die Gründe, warum migrationskritische Menschen zu einem guten Zusammenleben beitragen, wird im Text nichts gesagt. Aber es entspricht linker Ideologie, dies als Ergebnis negativ konnotierter Eigenschaften (z.B. geringe Reflexion) zu sehen. Man könnte jedoch diesen Menschen auch einfach Lebenserfahrung, gesunden Menschenverstand und ein stabiles moralisches Fundament unterstellen. Die Tatsache, dass sie aufgrund der Erkenntnis im täglichen Leben, dass Einwanderung vieler Menschen mit anderen Wertevorstellungen und niedrigem Bildungs- und Finanzniveau zu Problemen führt und deshalb GESTEUERT UND BEGRENZT (wohlgemerkt, nicht notwendigerweise gestoppt) werden sollte, steht eben NICHT im Widerspruch zur Erkenntnis, dass man denen, die schon hier sind, nach Kräften helfen muss, diese Unterschiede zu überwinden. Im Gegenteil, diese Erkenntnisse sind hochgradig konsistent zueinander.
Die Buchautoren plädieren keineswegs dafür, Versuche aufzugeben, Migration zu begrenzen/bremsen/steuern. Sie sagen nur, das es unmöglich ist, sie zu verhindern. Die wird von der Mehrheit der Migrationskritiker (übrigens auch Frau A.W.) gar nicht gefordert.
zum Beitrag23.01.2026 , 01:28 Uhr
Interessant, dass das für Sie ein Widerspruch ist. Das zeigt, dass sie die Augen vor den Details verschließen.
Wenn Sie in die Details schauen, dann sehen Sie, dass Remigration eben NICHT als pauschale Zurückweisung ALLER Menschen mit Migrationshintergrund vorgesehen ist, sondern sich auf diese Personen beziehen soll, die hier keinen Aufenthaltstitel haben oder kriminell sind. Davon wäre die Lebenspartnerin von A.W. nicht betroffen. Widerspruch aufgelöst.
Ähnliches gilt für die Ehe. Wer (aus welchen Gründen auch immer) die Ehe als einen Bund zwischen (biologisch) unterschiedlichen Geschlechtern versteht, kann diese für queere Paare ablehnen, selbst wenn er selber betroffen ist. Das ist nicht notwendigerweise ein Widerspruch. Wenn es für queere Paare ein äquivalentes rechtliches Konstrukt gibt, kann das für den ein oder anderen völlig akzeptabel sein. Ich vermute jedoch, dass in diesem Fall Frau W. ihre privaten Interessen hinter ihre beruflichen stellt.
zum Beitrag23.01.2026 , 01:14 Uhr
An Ende, ist es nur eine Frage des WIE. Wird verschenken unglaublich viel in den Jahren VOR der Schule. Die Franzosen haben z.B. 3 Jahre Vorschule. (Mit 3, 4 und 5 Jahren). Hier bereits lernen sie die Sprache und viele vorbereitende Dinge (Zahlen, Buchstaben, Feinmotorik, Kunstgeschichte, ...) auf sehr spielerische Weise. Die "Erzieher/Betreuer" sind alle ausgebildete Lehrer für dieses Alter und Grundschule.
Wenn die Kinder in die Schule kommen, ist ihr Leistungsstand bereits deutlich höher als bei uns und vor allem sehr viel homogener.
Die Inhomogenität bei uns liegt ja nicht an breiten Spektrum von IQ's. Sondern an breiten Spektrum der Vorbildung, die im Wesentlichen vom sozialen Umfeld abhängig ist. Dieser ist aber homogenisierbar.
zum Beitrag23.01.2026 , 01:06 Uhr
Zwar sind Leistungsunterschiede heute stärker als früher, aber das mehrgliedrige Schulsystem ist nicht die Lösung. In den Ostländern gab es 10 Klassen gemeinsam und danach erst Abitur. Das ging prima. Die Bildung war (abseits der politischen Einflüsse) hervorragend. Die Guten Schüler waren - insbesondere in Naturwissenschaften und Deutsch - besser als Gymnasiasten hier.
Grundsätzlich ziehe ich nach 50 Jahren Lebenserfahrung in Zweifel, ob die Fairness gegenüber den guten Schülern entscheidend ist.
Gute Schüler finden immer jemanden, der sie fördert, weil es einfach dankbar ist und Spaß macht, jemanden zu fördern, der es aufsaugt wir ein Schwamm. Gute Schüler können ohne großen Aufwand angemessen gefordert werden, denn sie können (und lieben) selbständig arbeiten. Sie können Schwächeren helfen und lernen selbst dabei sowohl den Stoff tiefer, als auch Softskills wie Geduld, erklären, fragen, zuhören.
Viel kritischer für eine Gesellschaft ist es aber, die Schwachen nicht zu fördern. Denn die können dann ihr Potenzial nicht ausschöpfen oder landen im Sozialsystem. Die Kosten für die Gesellschaft sind sehr viel höher.
zum Beitrag22.01.2026 , 13:49 Uhr
Sie haben meine volle Unterstützung! Dieses "trennende" Schulsystem betrifft ja nicht nur Migranten. Es ist faktisch eine (sozial-)ökonomische Trennung, die das gegenseitige Verständnis im späteren Leben massiv verhindert.
Im Gymnasium meiner Kinder in einer wohlhabenden Mittelstandsgegend, wohnt die überwiegende Mehrheit der Kinder in Wohneigentum, sind aber völlig überzeugt, nicht "zu den reichen" zu gehören. Faktisch resultiert aus dieser Fehleinschätzung die Annahme, das sie selbst den Normalfall und damit auch eine Art "Referenz" für andere darstellen. In diesen Kreisen sind teure "grüne" Ideen sehr verbreitet, weil sie keine Vorstellung davon haben, das sich der größte Teil der Bevölkerung diese Ideen nicht leisten kann. Dies ist aber leider ebenfalls die Klientel, die zukünftige Politiker stellt. Wenn wundert also noch die Entfremdung der Politik von der Mehrheit der Bevölkerung?
zum Beitrag20.01.2026 , 14:29 Uhr
Es ist erstaunlich, aber gut, das die taz hier endlich einmal differenziert beschreibt, was die meisten "Migrationskritiker" (von linken oft als "rechts" diffamiert) schon lange wissen:
Migration als Prozess kritisch zu sehen bedeutet, zu erkennen dass sie Konflikte hervorrufen muss, was wiederum Gefahren birgt.
Das steht aber nicht im Widerspruch dazu, auch die Chancen des Prozesses zu sehen.
Und vor allem steht es nicht im Widerspruch dazu, die betroffenen Menschen respektvoll zu behandeln und sie bei der Integration zu unterstützen.
Ganz im Gegenteil: Menschen, die Migration uneingeschränkt positiv sehen und ihre negativen Seiten negieren, haben oft nur theoretische, ideologisierte Vorstellungen von Migration und verhindern durch ihre Tabus, das anstehende Probleme gelöst werden.
Insbesondere ist das verbreitete Framing von "Migrationskritikern" als "Rassisten" Zeichen einer übermäßig vereinfachten und ideologischen Weltsicht, die nur Freunde und Feinde kennt und nicht in der Lage ist zu verstehen, dass "Kritik am Prozess" nicht gleich "Hass auf Menschen" ist.
Danke!
zum Beitrag