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16.02.2026 , 23:35 Uhr
Ich bin in den 80igern in der DDR aufgewachsen. Über die Judenvernichtung zwischen 1930 und 1945 erfuhr man in der Schule damals nichts oder wenig. Erst nach 1990 habe ich das Ausmaß der Nazi- Verbrechen und viel später auch der Gräuel des Stalinregims erahnt. Aber das gesamte Ausmaß des Grauens wurde mir tatsächlich erst kürzlich beim Lesen von „Bloodlands“ von Thimothy Snyder bewusst. Das Buch gibt einen schmerzlich guten Überblick über die Geschehnisse der 30iger bis 50iger Jahre des 20. Jh. im Rahmen der Verbrechen von Nazideutschland unter Hitler auf der einen Seite und dem stalinistischen Terror der Sowjetunion auf der anderen Seite. Bis hin zu staatlichem Antisemitismus in der poststalinistischen Ära. Demnach hat es die Menschen östlich der Molotow-Ribbentrop-Linie besonders hart getroffen, was bis heute hierzulande kaum jemandem bewusst ist. Andernfalls hätten Gruppierungen und Parteien wie die AfD hier wohl nicht ganz so viel Zulauf. So hoffe ich zumindest. Und ich hoffe, dass sich Israelis und Palästinenser eines Tages die Hand reichen können, und erkennen, dass wir alle Menschen sind. Und Marina Klimchuk wünsche ich, dass sich auf ihre Annonce hin Gleichgesinnte melden!
zum Beitrag19.04.2018 , 20:00 Uhr
...nur damit wir wissen, worüber hier geredet wird: "Bördegrün" könnte auch gut Bördegold heißen. Die Böden, welche um die Region Magdeburg zu finden sind, gehören zu den wertvollsten, weil fruchtbarsten Böden weltweit, sogenannte Schwarzerden. Hier hat man Äcker mit Bodenwertzahl 100 - nach Reichsbodenschätzung, die noch heute Grundlage für die Bewertung von Äckern ist. In Mecklenburg-Vorpommern findet man, zum Vergleich, eine Spanne zwischen 15 und im besten Fall 45.
Und zu den Agrarfirmen des Ostens: Nach dem 2. WK haben zwei Enteignungswellen von Boden stattgefunden. Mit der Gründung der DDR mussten die meisten Kleinbauern (-Familien) ihre Flächen in die "Volkseigentum" abgeben. Nach der Wende hätte ihnen das enteignete Land theoretisch wieder zugestanden. Viele verzichten dann aber darauf, weil die Bauerntradition der Familie sowieso abgerissen war und Produktionsmittel wie Maschinen teuer erkauft werden hätten müssen. Sie ließen sich also im besten Fall für nen Appel undn Ei abfinden, oder blieben erstmal als Genossenschafter in der LPG. Die LPG´s wurden dann aber zumeist in GmbHs und andere Betriebsformen umgewandelt, sodass die einstigen gleichgestellten Teilhaber (Genossen) zu Angestellten herabdegradiert wurden. Viele von ihnen wurden später auf die Straße gesetzt. Die LPG-Chefs (also die alten SED-Bonzen) wurden Geschäftsführer und Eigentümer. Und heute verkaufen sie das Gemeineigentum an das Großkapital. Und das alles unter Umgehung des Grundstückverkehrsgesetzes. Die sollten keine Rente kriegen, sondern Knast!
zum Beitrag