Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
14.09.2026 , 14:12 Uhr
Ich würde daraus tatsächlich keine Wahlempfehlung und auch keine grundsätzliche Bewertung einer Partei ableiten wollen. Für mich ist das weniger eine Frage des Parteibuchs als eine Frage von Führung, Verantwortung und respektvollem Umgang miteinander.
Genau deshalb finde ich es wichtig, über die Strukturen zu sprechen. Wo Abgeordnete gleichzeitig Arbeitgeber sind, hängt sehr viel von der einzelnen Person und ihrem Verständnis dieser Rolle ab – unabhängig davon, welcher Partei sie angehört.
Mir geht es mit meiner Geschichte nicht darum, eine Partei insgesamt schlechtzureden, sondern aufzuzeigen, wo aus meiner Sicht Verbesserungsbedarf besteht und wie Mitarbeitende in solchen Situationen besser geschützt und unterstützt werden könnten.
zum Beitrag14.09.2026 , 14:08 Uhr
Im Grunde ist es bei den Abgeordnetenmitarbeitenden sogar ähnlich: Das Abgeordnetenhaus kümmert sich um einen großen Teil der administrativen Abwicklung und den „Papierkram“.
Das Problem beginnt eher dort, wo es Schwierigkeiten im Arbeitsverhältnis zwischen Abgeordneten und Mitarbeitenden gibt. Dann ist das Abgeordnetenhaus nicht mehr zuständig, weil die Abgeordneten selbst die Arbeitgeber sind.
Und genau an dieser Stelle sehe ich Verbesserungsbedarf. Wenn es Konflikte gibt oder man den Eindruck hat, dass etwas im Arbeitsverhältnis nicht richtig läuft, gibt es keine wirklich unabhängige Stelle, an die man sich wenden und die gegebenenfalls auch vermitteln kann. Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter ist man dadurch sehr stark von der jeweiligen Abgeordneten bzw. dem jeweiligen Abgeordneten als Arbeitgeber abhängig.
Ich fände es deshalb sinnvoll, die bestehenden Strukturen um eine unabhängige Anlauf- oder Vermittlungsstelle zu ergänzen – ohne deshalb gleich das gesamte System infrage zu stellen.
zum Beitrag14.09.2026 , 14:00 Uhr
Vielleicht kann ich das kurz einordnen: Der Journalist hat sich entschieden, diesen Aspekt aus unserem längeren Gespräch für den Artikel aufzugreifen. Mit meinem damaligen Gehalt war ich grundsätzlich zufrieden.
Als ich nach einiger Zeit über eine etwas höhere Vergütung nachgedacht habe und absehbar war, dass diese nicht möglich sein würde, habe ich mich über Alternativen informiert. Statt einer Gehaltserhöhung wollte ich dann die Möglichkeit einer betrieblichen Altersvorsorge nutzen, wie sie vom Abgeordnetenhaus vorgesehen ist.
Diese kam letztlich jedoch nicht zustande, weil die dafür notwendige Legitimation auf Arbeitgeberseite fehlte.
Mir ist diese Einordnung wichtig, weil sonst schnell der Eindruck entsteht, bei dem Konflikt sei es hauptsächlich um eine aus meiner Sicht zu niedrige Bezahlung gegangen. Das war nicht der Fall.
zum Beitrag14.09.2026 , 13:55 Uhr
Vielen Dank! Ich schaue inzwischen tatsächlich etwas genauer hin, wo ich mich bewerbe und vor allem, welche Arbeits- und Führungskultur dort gelebt wird. Aus der Erfahrung habe ich auf jeden Fall einiges für mich mitgenommen.
Und wer weiß – vielleicht ist am Ende die Selbstständigkeit doch der richtige Weg für mich.
zum Beitrag14.09.2026 , 13:53 Uhr
Ich stimme dir vollkommen zu. Und als Büroleiterin war mir von Anfang an klar und bewusst, dass das kein klassischer 9-to-5-Job ist. Ich habe gerne Überstunden gemacht, abends oder am Wochenende Termine begleitet und auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten Anfragen beantwortet. Das gehörte für mich zu dieser Position dazu. Regelungen zu Arbeitszeiten, Urlaub, Überstunden etc. gibt es durchaus. Problematisch finde ich vielmehr, dass deren konkrete Umsetzung sehr stark vom jeweiligen Abgeordneten als Arbeitgeber abhängt. Und zum Klo: Nein, es gab keine Reinigungskraft, die das Büro geputzt hat, nur eben die Schreibtische nicht. Das Büro wurde von uns selbst gereinigt – und ja, auch die Toilette habe ich sauber gemacht.
zum Beitrag