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10.03.2026 , 22:58 Uhr
Der Kommentar von Simone Schmollack greift ein wichtiges Thema auf, betreibt aber Täter-Opfer-Umkehr.
Das Problem ist selten die „toxische Frau“, sondern ein System, das Frauen in Führungspositionen als Ausnahme behandelt. Wenn Unternehmen signalisieren, dass es am Tisch der Mächtigen nur einen „Quotenplatz“ gibt, wird Solidarität zur Luxusware und Konkurrenz zur Überlebensstrategie.
Kritisch sehe ich Begriffe wie „Stutenbissigkeit“. Warum gilt hartes Durchsetzen bei Männern als „Führungsstärke“, während es bei Frauen als „toxisch“ pathologisiert wird? Frauen stecken in einer psychologischen Falle: Agieren sie empathisch, gelten sie als zu schwach; agieren sie strategisch, sind sie „Verräterinnen“. Anstatt Frauen aufzufordern, sich etwas bei Männern abzuschauen, müssen wir die Strukturen zerschlagen, die sie in diese Verhaltensmuster zwingen. Wahre Solidarität bedeutet, den Deckel des Aquariums endlich zu öffnen, statt die Fische für ihr hektisches Kreisen zu kritisieren.
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