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29.11.2025 , 12:50 Uhr
Nun ist gerade die gelobte DGHS zwar die Organisation mit den meisten Assistenzfällen, aber eben auch nicht die, die sich an (ihre eigenen) Vorgaben hält. Man sei erinnert an die Fälle der DGHS-assoziierten Ärzte Spittler und Turowski, die jeweils wegen Missachtung der nicht gegebenen Freiverantwortlichkeit der Suizidenten zu Haftstrafen verurteilt wurden. Und dann der "kuriose" AS-Fall des Erfinders der "Sarco"-Suizid-Kapsel Florian Willet, dem trotz psychischer Vorerkrankungen keine angemessene Klärung der Freiverantwortlichkeit vorausging (s. Spiegel-Artikel von 12.10.25). Demgegenüber hat die hier vielgescholtene Deutsche Gesellschaft für Neurologie auf Ihrem Jahreskongress Anfang November ein ganzes Symposium zum "Assistierten Suizid" in der Neurologie unter unterschiedlichsten differenzierten Aspekten bei vollem Vortragssaal veranstaltet.
zum Beitrag28.11.2025 , 18:17 Uhr
Die journalistische Sorgfaltsverletzung beginnt schon dort, wo von einer "schweren neuroimmunologischen Erkrankung" gesprochen wird. Das mag - neben anderen Theorien auch - eine plausible Theorie sein, die aber eben nicht belegt ist. Die Suizidfälle machen mich sehr betroffen. Und ich frage mich ernsthaft, ob die vom BVerfG in seinem Urteil vom 26.02.2020 aufgestellten Anforderungen an eine "freiverantwortliche" Entscheidung bei einigen der sterbewilligen Post-Covid/ME-CFS-Betroffenen gegegen ist; jedenfalls ist ein Merkmal, das kritische Abwägen des "Für-und Wider" des Suizidwunsches. Und hier sind (aus eigener Erfahrung mit Betroffenen) die katastrophisierenden Eigenbilder eine durchaus eingeengte Wahrnehmung. Und Genesene (!) berichten von einer Zeit während ihrer Erkrankung, in der sie - retrospektiv gesehen - nicht mehr hoffnungsfähig waren und mit Schrecken daran denken, dass man ihnen bei ihren schwarzen Gedanken in den Tod geholfen hätte.
zum Beitrag