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16.09.2025 , 14:20 Uhr
Sehr geehrter Herr Hannemann, ich nehme, an, dass diese Kolumne eine Satire sein sollte. Aber das Lachen blieb mir im Hals stecken. Am Anfang weisen Sie zu Recht darauf hin, dass es sich um Versuche von Menschen handelt, trotz altersbedingt schwindender Autonomie Kontrolle über ihr Leben zu behalten. Der Rest gleitet dann ab in eine Mischung aus Selbstmitleid was Sie ärmster alles aushalten müssen („… um den Nachwuchs zu verstören, …”) und das - leider immer üblicher werdende – Veralbern der Eigenheiten von Menschen die anders sind und sich nicht wehren können („… im Duktus eines Kampfmittelbeseitigungsmeisters…”). Was ich völlig vermisse ist irgendeine Form von Empathie mit Ihren Eltern. Ich habe viele Jahre lang zwei Mitglieder meiner Familie in vergleichbaren Situationen (fast 100 bzw. dement) betreut, und könnte nicht eine Seite, sondern ein ganzes Buch schreiben über vergleichbare Marotten. Aber die Achtung vor der Würde dieser Menschen verbietet mir, mich über sie so billig lustig zu machen. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Ihre Nachkommen Ihnen später respektvoll begegnen werden, wenn Sie einmal das Alter Ihrer Eltern erreicht haben werden.
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