Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
28.04.2026 , 11:26 Uhr
Der Radverkehr hat sich in zehn Jahren massiv motorisiert. Früher war das Fahrrad ein Fahrrad. Heute rollen überall E-Bikes, Lastenräder und zweirädrige Stadtpanzer durch Berlin. Mehr Tempo, mehr Gewicht, mehr Selbstüberschätzung – aber angeblich soll das nichts mit mehr schweren Unfällen zu tun haben. Genau diesen Unsinn muss man erst mal hinkriegen. Beim Auto wäre die Debatte längst entschieden: Wenn Fahrzeuge immer stärker, schwerer und schneller werden und gleichzeitig mehr Menschen verunglücken, würde niemand ernsthaft nur über Infrastruktur reden. Nur beim Radverkehr gilt offenbar Welpenschutz. Schuld sind Autos, Politik, Klima – alle, nur nicht die Leute, die bei Rot fahren, ohne Licht unterwegs sind, über Gehwege ballern oder sich mit 25 km/h durch jede Lücke pressen. Ich fahre selbst in Berlin Rad. Was man täglich sieht, ist oft keine Verkehrswende, sondern Selbstüberschätzung auf zwei Rädern. Wer das ausblendet, betreibt keine Aufklärung, sondern Realitätsverweigerung.
zum Beitrag10.04.2026 , 20:18 Uhr
Einfach unfassbar, mit wie wenig Sachkenntnis hier veröffentlicht wird. Das steht bereits im ersten Absatz: Vor 2022 haben Mieter rund 20 Jahre problemlos mit Indexmietverträgen gelebt. Die Behauptung, man habe davon erst 2022 etwas gehört, ist schlicht falsch. Ich selbst hatte bereits 2014 in Berlin einen solchen Vertrag und war froh darüber. Es wird völlig ausgeblendet, dass Vermietern bei Indexmieten praktisch keine anderen Erhöhungsmöglichkeiten mehr bleiben. Weder Modernisierungsumlagen noch Anpassungen an die ortsübliche Vergleichsmiete sind möglich. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer sich die Miete heute leisten kann, hat eine hohe Planungssicherheit für die Zukunft. Hinzu kommt, dass Indexmieten gerade Großstädter häufig sogar begünstigen. In Großstädten, insbesondere in begehrten Lagen, steigen die Mieten oft stärker als die Inflation. Eine an die Inflation gekoppelte Miete kann daher im Vergleich zur Marktentwicklung sogar günstiger verlaufen. Zudem entwickeln sich Einkommen, Renten und auch Sozialleistungen historisch betrachtet mit zeitlicher Verzögerung sehr eng entlang der Inflation.
zum Beitrag19.06.2025 , 17:44 Uhr
Wenn Ihre Analyse nur so zutreffend wäre, wie sie leidenschaftlich vorgetragen ist.
Tatsächlich ist Wohnen in einer A-Stadt (Big 7) kein Selbstverständnis. Der Raum ist begrenzt, das Wohnungsangebot ebenso. Wenn deutlich mehr Menschen in diese Städte ziehen wollen, steigen die Preise – es sei denn, wir etablieren andere Formen der Verteilung. Ein staatlich verwaltetes Wohnungsamt, bei dem statt Geld Beziehungen oder gar Bestechung über die Wohnvergabe entscheiden, wäre keine Lösung – das hat bereits im Osten nicht funktioniert.
Letztlich bleibt die Decke zu kurz – egal, an welchem Ende man zieht. Und wer das deutsche Mietrecht für Turbokapitalismus hält, hat entweder den Begriff nicht verstanden oder das System nicht.
zum Beitrag26.09.2024 , 13:16 Uhr
Egal, Hauptsache nicht bei mir!
Die Antwort kommt aber auch bei Folgendem: Wohin mit Stromtrassen? Wohin mit Atommüll? Wohin mit Flüchtlingen? Wohin mit den Drogensüchtigen? ...
zum Beitrag