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10.04.2026 , 20:18 Uhr
Einfach unfassbar, mit wie wenig Sachkenntnis hier veröffentlicht wird. Das steht bereits im ersten Absatz: Vor 2022 haben Mieter rund 20 Jahre problemlos mit Indexmietverträgen gelebt. Die Behauptung, man habe davon erst 2022 etwas gehört, ist schlicht falsch. Ich selbst hatte bereits 2014 in Berlin einen solchen Vertrag und war froh darüber. Es wird völlig ausgeblendet, dass Vermietern bei Indexmieten praktisch keine anderen Erhöhungsmöglichkeiten mehr bleiben. Weder Modernisierungsumlagen noch Anpassungen an die ortsübliche Vergleichsmiete sind möglich. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer sich die Miete heute leisten kann, hat eine hohe Planungssicherheit für die Zukunft. Hinzu kommt, dass Indexmieten gerade Großstädter häufig sogar begünstigen. In Großstädten, insbesondere in begehrten Lagen, steigen die Mieten oft stärker als die Inflation. Eine an die Inflation gekoppelte Miete kann daher im Vergleich zur Marktentwicklung sogar günstiger verlaufen. Zudem entwickeln sich Einkommen, Renten und auch Sozialleistungen historisch betrachtet mit zeitlicher Verzögerung sehr eng entlang der Inflation.
zum Beitrag19.06.2025 , 17:44 Uhr
Wenn Ihre Analyse nur so zutreffend wäre, wie sie leidenschaftlich vorgetragen ist.
Tatsächlich ist Wohnen in einer A-Stadt (Big 7) kein Selbstverständnis. Der Raum ist begrenzt, das Wohnungsangebot ebenso. Wenn deutlich mehr Menschen in diese Städte ziehen wollen, steigen die Preise – es sei denn, wir etablieren andere Formen der Verteilung. Ein staatlich verwaltetes Wohnungsamt, bei dem statt Geld Beziehungen oder gar Bestechung über die Wohnvergabe entscheiden, wäre keine Lösung – das hat bereits im Osten nicht funktioniert.
Letztlich bleibt die Decke zu kurz – egal, an welchem Ende man zieht. Und wer das deutsche Mietrecht für Turbokapitalismus hält, hat entweder den Begriff nicht verstanden oder das System nicht.
zum Beitrag26.09.2024 , 13:16 Uhr
Egal, Hauptsache nicht bei mir!
Die Antwort kommt aber auch bei Folgendem: Wohin mit Stromtrassen? Wohin mit Atommüll? Wohin mit Flüchtlingen? Wohin mit den Drogensüchtigen? ...
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