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21.11.2025 , 23:11 Uhr
Wichtiger Punkt, aber leider in einer Welt von langsamer Justiz und ordentlichen Prozessen nicht ausreichend. Frauen brauchen den Schutz von so etwas wie Frauenhäusern in der Zeit zwischen Tat und Urteil. Außerdem sollte es im besten Fall überhaupt nicht zur Tat kommen, sondern Hilfe für Frauen geben, die vorher den Absprung von so einem Typen finden.
Nichtsdestotrotz stimme ich Ihnen zu, dass viel zu wenig Konsequenzen im Raum stehen, insbesondere mit der „Familiendrama“-Verniedlichung von Gewalt.
Ergänzend kann man noch darauf hinweisen, dass Frauenhäuser nur so hilfreich sind, wie Frauen unabhängig vom Mann. Man hört immer wieder, dass Frauen aus finanziellen Nöten zurück zum gewalttätigen Partner gehen. Und hier wird die Verfügbarkeit von Kitaplätzen, Ganztagsschulen und finanzieller Hilfe für Alleinerziehende bzw. Anerkennung von Care-Arbeit in der Sozialversicherung von links-sozialer Politik zur existenziellen Vorsorge.
zum Beitrag21.11.2025 , 23:00 Uhr
Hallo Frau Sittenauer,
Vielen Dank für Ihren Kommentar
Als Mit-Adressat würde ich gerne folgendes Anmerken: ich glaube Ihre Forderung geht zu weit und greift zu kurz.
Zum einen halte ich die Dämonisierung von Dominanz für vereinfacht. Als von anderen als dominant beschriebener Mann: Ich empfinde die Ausübung von Gruppenmacht oder biologisch-hormoneller Kraftüberlegenheit als Ausdruck maximaler Wurstigkeit (ich versuche hier Kraftausdrücke zu vermeiden). Wenn eine Trennung oder ein neuer Macker der Expartnerin einen zu Gewalt motiviert, hat man meiner Meinung nach keine Selbstachtung.
Leider kenne ich auch Fälle von Männern, die sich verletzlich zeigen und zur Therapie gehen, die man mal daran erinnern musste, dass es Grenzen gibt. Von verbalen Entgleisungen bis zur körperlichen Gewalt.
Ich glaube, dass wir uns als Gesellschaft ehrlich machen und aufeinander aufpassen müssen. Es muss klar sein: Gewalt gegen Frauen wird nicht akzeptiert! Und wer das nicht akzeptiert, wird korrigiert - von der gesellschaftlichen Ächtung bis zum Strafrecht. Und das muss ganz vorne im Alltag ansetzen. Wir Männer müssen viel mehr eingreifen, wenn Männer Frauen einschüchtern oder bedrohen.
zum Beitrag25.09.2025 , 20:21 Uhr
Ich fand auch immer, dass dieses Verhalten derart fern meiner Lebensrealität ist. Habe ich lange mit gerungen. Ich vermute es ist ähnlich wie das Rassismusspektrum: Von Frauenhassern über Menschen, die Frauenhass als nützliches Werkzeug betrachten, bis zu jenen, die nicht akzeptieren wollen, dass sie frauenfeindliche Routinen gelernt haben und reproduzieren. Dann gibt es noch ein paar, die bereit sind mit Kritik umzugehen.
Wahrscheinlich ist kein Mann frei von frauendiskriminierenden Aspekten in seiner Persönlichkeit. Was nicht heißt, dass wir nicht lernen können.
Und wahrscheinlich können Sie Ihrer Mutter, anderen Frauen in ihrem Leben (und vielleicht auch ein paar guten männlichen Vorbildern) sehr dankbar sein. Ich bin es jedenfalls.
Schnieker Name btw. ;)
zum Beitrag25.09.2025 , 16:39 Uhr
Ich möchte für folgendes plädieren:
1. Wer nicht in der Lage ist, ein Kompliment zu machen, muss es lernen oder lassen. (Thema: wo liegt die Grenze) Für Feedback zu Flirtideen: Befreundete Frauen fragen? Keine befreundeten Frauen? Wie wäre es mal mit Frauen zu reden ohne auf Sex auszusein?
2. Wer glaubt, jeder Gesetzesverstoß führt zu Verfolgung ist noch nie rausgegangen. Kaum jemand wird einen schlecht inspirierten Flirtversuch von unbedrohlicher Stelle zur Anzeige bringen. Wer hat denn Zeit dafür?
3. Wer von einer Frau (oder einem aufmerksamen Dritten) mal gesagt bekommen hat, dass das eigene Verhalten zu kotzen war, sollte das Feedback einfach mal annehmen.
4. Wer zwischen sich Sexy anziehen und Aufforderung zur Belästigung keinen Unterschied sieht... Ja, was sollen die tun? Sich von Mama die Ohren waschen lassen? Ehrlich gesagt, müssen wir die als Gesellschaft einfach so lange mobben, bis die es lernen. Jeden einzelnen. Und mit "wir" meine ich die Gesamtgesellschaft. Machen wir sonst auch, wenn man sich nicht an gesellschaftliche Konventionen hält.
5. Wer glaubt, Frauen nicht zu belästigen, sei keine gesellschaftliche Konvention, dem kann ich nicht mehr helfen...
zum Beitrag