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24.03.2026 , 09:10 Uhr
Tut mir leid, aber ich muss nicht willkommen geheißen werden. Ich lebe in dieser Welt wie alle anderen auch. Männer erklären Männern permanent die Welt. Was der Feminismus "mensplaining" nennt, ist die Menschheitsgeschichte in toto, seit wir Schriftzeugnisse haben. Wenn man das eine patriarchale Praxis nennen will, gerne. Aber es ist dann auch klar, dass darunter die gesamte Menschheit seit Jahrtausenden zu leiden hat und dass die sog. Profiteure des Patriachats nicht 50 % sind, sondern eher sowas wie 1-2 %.
zum Beitrag24.03.2026 , 09:06 Uhr
Ich werde hier bestimmt nicht CDU, CSU oder AfD verteidigen. Es wäre aber auch irreführend so zu tun, als gäbe es in der CDU nur Frauenfeinde und Gleichbereichtigungshasser. Wir sind eben nicht mehr in den 50ern. Dass Friedrich Merz, Jens Spahn & andere allerdings manche Errungenschaften zurückdrehen, den Fortschritt einfrieren und antifeministische Kulturpolitik betreiben wollen, ist m.E. offenkundig. Die ehemalige Kanzlerin der gleichen Partei indes bekannte sich zuletzt als Feministin. Es ist also nicht schwarz und weiß.
zum Beitrag24.03.2026 , 09:02 Uhr
Im Bereich Sexualstraftaten listet das BKA für 2024 ca. 15.000 männl. Straftätter auf. Die Frage ist doch, und darum ging es in meinem Beitrag, warum die Debatte ohne Zahlen geführt wird. Mit Sicherheit verharmlose ich diese Zahlen nicht. Jede Straftat ist eine zu viel. Aber faktenbefreite Polemik hilft niemand. Es ist ein Armutszeugnis, wenn praktisch niemand sich für die Zahlen interessiert, die unsere beste Darstellung der Wirkichkeit sind. Wer das Anliegen teilt, der schaut sich doch die Zahlen an, gerade weil sie runtergehen sollen. Also, warum komme "ich" hier auf irgendwelche Zahlen? (Als ob ich mir das ausdenken würde.) Ich erwähnte auch das Dunkelfeld usw. Die Frage ist doch, warum das Überbringen der schlechten, empirischen Botschaft hier angegangen wird.. Worum geht es? Fakten oder Gefühle? Politische Veränderung oder Aufregungskultur?
zum Beitrag23.03.2026 , 17:57 Uhr
Weder der Artikel noch die Kommentarspalte macht sich sonderlich Mühe, mal statistische Zahlen herbeizuholen. Im Artikel heißt es: "Es gibt zu viele Berichte von Männern, die Frauen und Kinder schlagen, unter Drogen versetzen, vergewaltigen. Es gibt zu viele Zahlen, die beweisen, dass die Männer nicht die Minderheit sind, sondern dass Gewalt gegen Frauen, Queers und Kinder Alltag ist." Ich persönlich finde unerträglich, wie hier das richtige Anliegen mit gefährlicher Verallgemeinerung konterkariert wird. Denn ja: Das BKA nennt bspw. im sog. Hellfeld für 2023 ca. 200.000 registrierte Täter im Bereich häusliche Gewalt. Das Dunkelfeld könnte 4mal oder 5mal so groß sein. Dann hätten wir in EINEM Jahr eine Million Täter. Das ist eine immens hohe Zahl, die klar macht, dass Gewalt gegen Frauen Alltag ist. Dennoch kann hier nicht die Rede von einer Mehrheit sein. Wir müssen m.E. davon ausgehen, dass eine Partei gewalttätiger Männer es vielleicht über die 5 - Prozent - Hürde schaffen würde. Das ist katastrophal, nicht zu tolerieren und muss bekämpft werden. Aber nicht mit der Suggestion, 5 Prozent wären 50 Prozent.
zum Beitrag23.03.2026 , 17:38 Uhr
Mann erklärt Männern, ob sie was müssen oder nicht müssen. Mein Verständnis von Demokratie, freiem Diskurs & Aufklärung sieht anders aus. M.E. sollte jeder Mann für sich selbst anfangen oder weitermachen mit Nachdenken und Handeln. Und jeder kann und soll und darf zu eigenen Schlüssen kommen. Den Bedarf nach betreuten Feministen halte ich für überschaubar. Das Haupt"problem" ist doch einfach fehlende Eigeninitiative und eine in vielen Fällen eine Form der Unmündigkeit, der Sprechunfähigkeit usw. Und dann greift man jetzt also ausgerechnet zur KI-Phrasenmaschine, um sich helfen zu lassen. Sapere aude! - es gilt auch hier.
zum Beitrag25.08.2025 , 18:17 Uhr
Ein bisschen mehr Selbstkritik hätte ich Herrn Habeck schon zu getraut. Ich kann die Skepsis der TAZ-Journalist:innen gut nachvollziehen. Ich habe da auch manches Ähem. Wohlwollend sageich: Habeck hatte für seine Kampagne - wie alle - zu wenig Zeit. Aber: Die Grünen haben die sozialen Themen nicht treffend adressiert. Habeck sagt selbst zwischen den Zeilen, dass er Wahlkampf mit einem CDU-tauglichen Programm gemacht hat. Vielleicht liegt hierin einfach der Fehler: Für die Grünen als Kanzlerkandidat antreten, dann aber soziale Themen liegen lassen und für massive Aufrüstung eintreten. Merz macht jetzt in der Tat Habeck-Politik. Und das heißt: 1/3 des Bundeshaushalts wird ins Militär gehen. Kann man gut finden oder nicht - ist aber vielen grünen Wähler:innen nicht mehr als "grün" zu verkaufen. Habecks "progressiver Liberalismus" ist m.E. an zentralen Werten der grünen Wählerschaft vorbeigeschrammt. Es hätte noch schlechter laufen können. Schade um Habeck als authentische Politikperson ist es trotzdem. Mit seiner Kritik hat er ja vielfach recht. Aber die grüne Alternative, ich habe sie nicht sehen können. Und so ging es vielen, die weiter links ihr Kreuz machten.
zum Beitrag20.02.2025 , 17:52 Uhr
Vor einer erneuerten und um die Wagenknecht-Fraktion befreiten Linkspartei kann man eine eindeutige Politik im Bundestag für Minderheitenschutz, Antifaschismus, soziale Klimapolitik und fairen Umgang mit Arbeiter:innenrechten und Erwerbslosen erwarten. Den Grünen hingegen laufen ihre eigenen Jugendvorstände davon, weil ihnen die Partei zu viele Kompromisse gemacht hat. Die Stimmen für die LINKE nun als verantwortungslos oder wirkungslos zu markieren, ist da schon ein starkes Stück. Offenbar darf es links der sehr mittigen Grünen keine Partei mehr geben. Ist das eine neue Doktrin? Was wollen die Grünen denn? Ein Dreierbündnis mit SPD und CDU? So scheint es. Tut mir leid, aber strategisches Wählen, vor allem bei der Zweitstimme, geht meist nach hinten los. Bei der Erststimme kann man darübre anders denken.
zum Beitrag13.06.2024 , 09:27 Uhr
Das wollte ich gerade auch anmerken. Die AfD ist die neue Arbeiter:innen-Partei und fast niemand spricht darüber. Eine alte, ungute Wahrheit wird hier leider wieder bestätigt. Mitverantwortlich für solche Ergebnisse ist die Tatsache, dass wir es seit langer Zeit mit einer Politik für die Interessen der Saturierten zu tun haben. Hätte die SPD ihre Hausaufgaben gemacht, wäre es so weit m.E. nicht gekommen.
zum Beitrag11.06.2024 , 15:40 Uhr
Akademischer Antisemitismus ist leider ein zu wenig beforschtes Thema. Zumindest dafür kann die Wissenschaftsministerin einmal nichts. Umgekehrt gilt leider: Früher bedeutete Demokratie, für die Freiheit unliebsamer Meinungen mitzukämpfen. Heute geht es darum, Demokratie gegen unliebsame Meinungen zu verteidigen. Dieser schleichende Illiberalismus hat augenscheinlich auch die FDP befallen. Statt das Unterzeichnen (durchaus kritikwürdiger) Petitonen durch Entzug von Geldern bestrafen zu wollen, sollte die FDP-Ministerin lieber mehr Forschungsgelder für eine vernünftige Erforschung des akademischen Antisemitismus freigeben. Damit wäre dem Anliegen gedient und das auch noch im Rahmen von Meinungs- und Forschungsfreiheit. Aber warum solide gegensteuern, wenn man auch populistisch draufhauen kann?
zum Beitrag11.06.2024 , 11:32 Uhr
Die Grünen sollten m.E. zu ihren Kernthemen stehen und diese aktive vertreten. Wenn es dann nur für 10 Prozent reicht, wüsste man immerhin, woran man ist. Es geht darum, Politik nachhaltig zu denken. Das heißt: Themen setzen, die nicht heute, aber morgen ankommen. Der endlose Pragmatismus führt doch nur dazu, dass man Wechselwähler:innen anlockt, die beim ersten Anschein ernsthafter Umweltpolitik wieder trotzig davonlaufen. Man muss als Partei zum eigenen Programm stehen. Es nützt nichts, wenn man die eierlegende Wollmischsau sein will. Aber ich fürchte, dieser Zug ist abgefahren, die Grünen sind von ihrem eigenen staatstragenden Denken mürbe geworden. Die Grünen werden sich in der Regierung nur noch weiter verzwergen. Sich innerlich wachrütteln und gleichzeitig regieren - ich sehe nicht, wie man das hinbekommen will.
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