die anderen über tony blairs Probleme :
Die Londoner Times kommentiert die neuesten Umfragewerte für den britischen Premierminister: Die gute Nachricht für Tony Blair hinsichtlich der neuesten Times-Umfrage ist, dass die Öffentlichkeit offenbar akzeptiert, dass er von seiner Haltung zum Irak zutiefst überzeugt ist. Die schlechte Nachricht ist, dass lediglich drei von zehn Wählern glauben, er habe überzeugende Gründe für einen Krieg vorgelegt. Das paradoxe Ergebnis ist: während Blairs Werte bei der politischen Führerschaft in den vergangenen Monaten gestiegen sind, sinkt die Anzahl derjenigen, die ihm nach Bagdad folgen wollen. Blair bewegt sich auf unsicherem Terrain.
Die dänische Tageszeitung Information meint dazu: Das Regime wird in London eher wechseln als in Bagdad. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber die Probleme eskalieren derzeit gewaltig. Ein erheblicher Teil von Blairs Kritikern meint, dass er sich mit seiner kompromisslosen Linie in eine Ecke hineinmanövriert hat, aus der er nun nicht mehr herauskommen kann. Die Debatte im Sicherheitsrat wird den ersten Fingerzeig darüber bringen, ob das stimmt. Ehe diese Woche vorüber ist, werden wir dann nach der Abstimmung wissen, wie es weitergeht. Im Irak wie in London. Auf jeden Fall steht Tony Blair mitten in seiner größten politischen Krise.