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Zwangsarbeit bei Zahn-Nopper

Was findet sich zum Thema Zwangsarbeit im Umkreis von etwa einem Kilometer rund um den Sitz der Kontext-Redaktion in der Hermannstraße 5 im Stuttgarter Westen? Hier ist größtenteils Wohngebiet ohne große Industrieansiedlungen, trotzdem ploppen in der interaktiven Karte gut ein halbes Dutzend Treffer auf. Etwa ein Lager der Baufirma Erich Greiner in der Reinsburgstraße 53B, ein Lager für 25 bis 45 Zwangsarbeiter:innen der Karosseriefabrik Reutter in der Reuchlinstraße 4 oder das Olgaheim in der heutigen Adresse Johannesstraße 4, in dem vier Frauen aus verschiedenen Ländern untergebracht waren. Und am Rande dieses Radius findet sich in der Tübinger Straße 11, dort, wo heute ein großes Geschäft für Outdoor-Bedarf sitzt, eine Unterkunft für französische Zwangsarbeiter der 1900 fusionierten Firmen Vereinigte Eisenhandlungen Zahn & Cie. und Friedrich Nopper (kurz “Zahn-Nopper”) – der Gründer der letzteren war einer der Urgroßväter des heutigen Stuttgarter Oberbürgermeisters Frank Nopper (CDU). (os)

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