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Moost Interesting Gefäßlose Pflanzen zeigen, wie Evolution funktioniert

Eine Lanze fürs oft unterschätzte Hornmoos hat Molekularbiologin Sophie de Vries gebrochen: „Erst wenn Forschende diese vielfältigen und manchmal übersehenen Organismen einbeziehen, können sie gemeinsame Prinzipien der Molekularbiologie der Pflanzen erfassen.“ Die Forscherin am Institut für Angewandte Bioinformatik der Göttinger Uni war Teil des Göttingen-New-Yorker Teams, das jetzt das Erbgut der weltweit bekannten zehn Hornmoosfamilien entschlüsselt hat – und daraus wertvolle Erkenntnisse darüber gewonnen hat, wie Evolution funktioniert. Die Hornmoose sind deshalb ein so gut geeignetes Studienobjekt, weil sie vor 470 Millionen Jahren einen anderen Weg eingeschlagen haben: Im Unterschied zu sämtlichen anderen Pflanzengruppen bilden sie keine Gefäße aus. Die überraschende Entdeckung: Obwohl ihre Familien mehrere 100 Millionen Jahren getrennt voneinander geblieben sind, haben sie „bemerkenswert stabile Chromosomen bewahrt“, so Peter Schafran, Cornell University und Erstautor der jetzt im Magazin Nature Plants veröffentlichten Studie. Foto: Janine Fürst-Jansen/GAUG

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