: Heros der Polente
Bundesbulle löst nebenher Palästinakonflikt
Deutsche Sprache ist für die deutsche Polizei nicht immer ein Freund und Helfer. Das zeigte wieder eine Polizeimeldung am Donnerstag mit einer tollen Schlagzeile und einem polypentypisch hölzernen Monstersatz: „Bundespolizist auf dem Weg zum Dienst bemerkt Diebstahl seines eigenen Fahrrades und kann Täter stellen.“ Demnach versuchten zwei Männer in Magdeburg, ein Fahrrad zu entwenden. Und jetzt bitte anschnallen: „Ein 26-jähriger Bundespolizist, der zur selben Zeit mit seinem Rad zum Dienst fahren wollte, bemerkte den versuchten Diebstahl seines zweirädrigen Gefährts, gab sich als Polizist zu erkennen und forderte die beiden auf, das Stehlobjekt abzustellen und sich auszuweisen.“ Ein Polizist wollte also mit dem Rad fahren, auf dem er aber gar nicht saß! Haben ihm die dreisten Diebe das „Stehlobjekt“ unter dem Arsch weggeklaut? Jedenfalls ist er voll der Hero, unser kleiner Bundespolizist. Danach begab sich unser Held „mit seinem Fahrrad zum Dienst“, wo sein Arbeitstag erst richtig begann: Er löste den Israel-Palästina-Konflikt, beseitigte die Mafia, stellte die Alt-Terroristen Garweg und Staub beim „Kauf einer Backware“ und vollstreckte schließlich den Haftbefehl gegen den Kriegsverbrecher Putin. Eben ein ganz normaler Tag im Leben eines Bundespolizisten.
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