Zahl des Tages: 52 Hektar
Kennen Sie Deutschlands am wenigsten bedrohtes Tier? Das ist der Gemeine Flächenfresser. Das graue Betonmonster erfasst mit seinen scharfen Krallen Wiesen, fegt mit seinem imposanten Schwanz Wälder weg, schlürft genüsslich das Wasser aus Mooren und Tümpeln. Zwischen 2019 und 2022 haben sich Siedlungen und Verkehrsflächen wie Straßen laut Statistischem Bundesamt um 52 Hektar ausgebreitet – und zwar pro Tag. Natürlich werden unversiegelte Flächen dringend gebraucht, um zum Beispiel Hochwasserkatastrophen wie im Ahrtal zu verhindern. Aber der Artenschutz hat in Deutschland eben Priorität. Der Gemeine Flächenfresser fletscht zufrieden seine spitzen Zähne.
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