Zahl des Tages: 2,50Prozentpunkte
Neuauflage der Euro-Krise? Noch nicht. Aber am Mittwoch hat der Rat der Europäischen Zentralbank in einer Sondersitzung entschieden, hoch verschuldeten Euro-Ländern mit flexiblen Investitionsregeln unter die Arme zu greifen. Grund: Weil die EZB im Juli erstmals seit 11 Jahren die Leitzinsen anhebt, flüchten Investoren verstärkt in vermeintlich sichere Staatsanleihen wie die Deutschlands. Dabei vergrößern sich die Renditeabstände („Spreads“) deutlich. Der Spread zwischen deutschen und italienischen Staatspapieren stieg um über 2,50 Prozentpunkte. Für Italien wird es so teurer, seine ohnehin hohen Zinsen zu zahlen. Es drohe eine „Fragmentierung“ der Euro-Zone, fürchten Experten.
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