piwik no script img

Erboster Unparteiischer

Nach der Schiedsrichterkritik von Dortmunds Fußballprofi Jude Bellingham ist die Aufregung groß

Bei der Anzeige eines Schiedsrichterbeobachters gegen den Dortmunder Fußballprofi Jude Bellingham und den früheren Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe handelt es sich dessen Aussagen zufolge um eine private Aktion. Bellingham hatte nach der 2:3-Niederlage des BVB am Samstag im Bundesliga-Topspiel gegen Spitzenreiter Bayern München harsche Kritik an Schiedsrichter Felix Zwayer geübt und an seine Verwicklung in den 2005 aufgedeckten Wett­skandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer erinnert. Gräfe unterstützte Bellingham in seiner Kritik. Die Dortmunder Polizei bestätigte am Montag den Eingang der Anzeige.

Der Schiedsrichterbeobachter Marco Haase erstattete Berichten des Spiegel und des Portals az-online.de zufolge als Privatperson Anzeige. Der Deutsche Fußball-Bund hat davon bislang keine Kenntnis, der Kontrollausschuss will Bellinghams Äußerungen auf sportstrafrechtliche Relevanz prüfen. (dpa, taz)

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen