piwik no script img

Annett Louisan nackt

Jetzt spricht der arme Bewegungsmelder

Es sind schreckliche Bilder, die sich kein Mensch wirklich vorstellen möchte, aber immer wieder sind sie in ganz gewöhnlichen Reihenhaussiedlungen zu sehen. Wie in jenem Hamburger Stadtteil, in dem die deutsche Popsängerin Annett Louisan aufwuchs. Wie die heute 44-Jährige jetzt dem Lockenwicklerblatt Gala gestand, habe sie „eine ungewöhnliche Jugendsünde“ begangen: „Ich bin nackt durch eine Reihenhaussiedlung gelaufen, wo besonders viele Bewegungsmelder installiert waren.“ Ein erschütterndes Geständnis! Die Wahrheit hat einen der betroffenen Bewegungsmelder von damals ausfindig gemacht. Jetzt spricht erstmals ein Opfer Loui­sans. Unter Tränen verarbeitet der Leidtragende sein Trauma: „Viele können sich das ja gar nicht vorstellen, wie schrecklich das ist, wenn diese unmenschlichen Pubertiere vollkommen nackt durch die Gegend laufen. Und wer muss es ausbaden? Wir bedauernswerten Bewegungsmelder! Davon haben wir unsern Knacks weg fürs ganze Leben!“ Spricht’s und bricht weinend zusammen. Ein schockierender Moment, an dem die sonst so nette Annett Louisan die ganze Schuld trägt. Pubertät – Zeit des Schreckens!

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen