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: „Vermittler des Wandels“

Den Zeitungen geht das Geld aus, gleichzeitig lassen sich immer mehr Themen nur noch transnational verstehen. Zusammenarbeit ßber Ländergrenzen hinweg ist deshalb die Zukunft des Journalismus. Davon zumindest sind ForscherInnen des Berliner Weizenbaum-Instituts und der Mozilla-Foundation ßberzeugt.

In einer Studie zu „Transnationalem Journalismus“ haben sie deshalb ein Projekt erforscht, das ihrer Ansicht nach Pionierarbeit geleistet hat: Den 2018 von der taz initiierten Rechercheverbund Europe’s Far Right. 
In diesem haben sich die Zeitungen Libération (Frankreich), Falter (Österreich), WoZ (Zürich), Internazionale (Rom), Gazeta Wyborcza (Polen) und HVG (Ungarn) zusammengeschlossen, um zu beobachten, wie die europäische Rechte sich vernetzt. 


Die Kooperation, bei der mittlerweile rund 90 Texte entstanden sind, sei ein „Vermittler des Wandels“, der „eine wichtige Rolle als Treiber der Innovation im Journalismus“ spiele, schreiben die ForscherInnen. Neue, experimentelle Praktiken würden langsam in den Alltag der Medienorganisationen integriert. Die Kooperation führe zu „enormen Wissenszuwächsen“ – auch wenn bestehende Ressourcenungleichheiten, etwa zwischen Ost- und Westeuropa, bestehen bleiben. 


Aufseiten der taz waren Malene Gürgen, Patricia Hecht, Christian Jakob und Sabine am Orde beteiligt, seit November 2020 Nora Belghaus. Die Studie ist auf der Seite der Zeitschrift Journalism gratis verfügbar. 
Sie ist hier zu finden: bit.ly/2NOmOG4 


Christian Jakob