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Flugzeug rammt Petz

Bärenmeldung des Grauens und der Hoffnung

„Endlich wieder eine Bärenmeldung!“, hallte es gestern kurz vor Redaktionsschluss durch den weiten Heimtunnel der Wahrheit-Redaktion. Doch welch Grauen! Es ist eine bestürzende Meldung von einer Bärenkollision. Am vorigen Samstag rammte ein Passagierflugzeug bei der Landung auf einem Flughafen in Alaska einen Braunbären und tötete ihn. Die Passagiere und die Besatzung der Boeing 737-700 der Alaska Airlines kamen mit dem Schrecken davon. Die Maschine sei im Ort Yakutat nach Einbruch der Dunkelheit gelandet, und niemand vom Bodenpersonal habe etwas gesehen, bis es zur Kollision kam, hieß es. Und so schlimm der Zusammenstoß auch war, gibt es selbst in diesem Fall wie bei den meisten Katastrophen ein winziges Symbol der Hoffnung. Denn im Gefolge der Bärin war ein ungefähr zweijähriges Junges mit über die Rollbahn gehetzt, und wenigstens dieser kleine Petz hat überlebt. In Alaska kollidieren immer wieder Flugzeuge mit Rehen, Gänsen, Karibus und anderen Tieren, aber bislang traf es noch nie einen Bären. Eigentlich ist die Fluglinie Alaska Airlines, mit der auch die Wahrheit bereits durch nordwestliche Breitengrade geflogen ist, sonst sehr umsichtig. Einen Braunbären per Flugzeug zu erlegen, hätte die Wahrheit aber auch kaum verkraftet.

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