meinungsstark

Jung, rechts, SUV-FahrerInnen

„Gebt die Führer­scheine ab! Und das Wahlrecht gleich mit“, taz vom 1. 6. 19

Man kann eine Meinung sicher auch haben, ohne informiert zu sein. Wer über Unfallhäufigkeit und Unfallschwere im Zusammenhang mit dem Alter der Fuhrleute informiert sein will, schaut sich Versicherungsprämien an. Wer wissen will, welches Alter SUV-FahrerInnen haben, stellt sich um 8 Uhr morgens vor seine örtliche Grundschule. Wer wissen will, in welchem Alter Regierungschefs besonders kurz und rechts regieren, schaut mal in die Tageszeitung.

Wer das alles nicht tut, schreibt eine Kolumne wie Johanna Roth. Christian Kollmann, Moers

Wenn die Alten durchstarten

„Gebt die Führer­scheine ab! Und das Wahlrecht gleich mit“

Hu, mit dem Artikel sprechen Sie mir aus der Seele! Selbst bin ich Jahrgang 1950! Fahre gerne seit 50 Jahren! Aber erlebe oft, wie die Alten durchstarten, da fürchte ich um Enkelkind und Hund!

Ich geb den Führerschein mit 70 Jahren ab. Wahlrecht auch gerne! Viel Gespräche über Politik in der Familie, da zählt meine Stimme! Guter Artikel, lieben Gruß an die taz, besonders an Johanna Roth! Christa Wahl, Neuss am Rhein

Keine konkreten Ideen

„Gesucht: eine grüne Industriepolitik“, taz vom 1. 6. 19

Nils Heisterhagen fällt zum Thema nicht viel ein: Brennstoffzellenfertigung, den Ausbau einer ICE-Trasse Berlin–Cottbus–Breslau und dann noch den Ladenhüter Kernfusion.

Damit fällt er selbst dahin zurück, was er an anderer Stelle kritisiert, nämlich keine konkreten Ideen für eine „grüne Industriepolitik“ zu haben. Dabei gibt es reichlich Ideen zum Wandel unserer Industriegesellschaft. Man muss eben seinen Blick weiten und von dem Denken eines immer Schneller, Höher und Weiter Abschied nehmen. Herzliche Einladung dazu, Herr Heisterhagen. Manfred Fußnecker, Frankfurt am Main

Schließen wir uns zusammen

„Wähler stimmen für einen Neonazi“, taz vom 3. 6. 19

Von ganzem Herzen möchte ich Frau Birgit Lohmeyer für ihren Mut und ihr unermüdliches Engagement im Kampf gegen rechts danken.

Es ist bewundernswert, wie sie sich seit Jahren mit ihrer ganzen Person gegen Neonazis und zugleich potenzielle Demokratieverbrecher vehement einsetzt. Sie ist Vorbild in den tagtäglichen Auseinandersetzungen mit den Gegnern eines friedlichen und völkerverbindenden sowie solidarischen Europas. Das ist uns Auftrag, alles zu tun, um demokratische Bündnisse im Lande zu festigen und neue zu schmieden. Schließen wir uns zusammen und bieten den neuen Faschisten die Stirn. Reichen wir Birgit Lohmeyer und uns die Hände, über Parteigrenzen hinweg. Raimon Brete, Chemnitz

Lieber Obst und Gemüse

„Pflanzen essen“, Kolumne von Ariane Sommer, „Mogsch Moscht, mogsch mi!“, taz vom 11. 5. 19

Frau Ariane Sommer und Mitte Mai auch Frau Edith Kresta setzen sich in ihren Kolumnen für den Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln oder Most ein mit Begründungen, die sich nach besonders gesunder Lebensweise anhören – wie „cholesterinsenkend“ und „krebshemmend“.

Ich fände es wichtig, keine solchen wissenschaftlich nicht belegten (um nicht zu sagen: erfundenen) Behauptungen in die taz zu setzen. Vom Gebrauch von Nahrungsergänzungsmitteln ist sogar abzuraten – lieber genügend Vitamine über Obst, Gemüse, Getreide aufnehmen, nur Veganer müssen chemisch hergestelltes Vitamin B12 einnehmen.

Und die Kombination von als „kalorienarm“ und „gesund“ gepriesenem Most mit Zwiebelrostbraten und Wurstsalat klingt schon wie Satire! War aber leider nicht so gemeint. Ina Hofstadt, Mülheim