: Die Last der eigenen Erfolge
Es könnten wieder die Festspiele der Anna Schaffelhuber werden. Bei den Paralympics 2014 in Sotschi war sie mit fünf Goldmedaillen der große Star des deutschen Teams. In Pyeongchang stand sie am ersten Wochenende erneut zweimal ganz oben auf dem Podest: Am Samstag hatte die Monoskifahrerin das Abfahrtsrennen als Schnellste absolviert, am Sonntag gelang ihr dies auch beim Super-G. Die Erleichterung hernach war immens. Zuvor hatte sie geklagt, dass ihr die Erfolge der Vergangenheit mächtig zu schaffen machen. Sie hätte das Gefühl, jetzt immer „liefern“ zu müssen. Sie könne die Rennen nicht mehr so genießen. Der erste Druck ist ihr nun genommen. Wobei die Erwartungen für die nächsten Wettbewerbe gewiss nicht abgenommen haben. Ihren Spitznamen „Goldhuber“ hat sie schon längst weg. Der Deutsche Behindertensportverband hat nun vier Medaillen. Neben den beiden goldenen von Schaffelhuber noch zwei silberne von Andrea Rothfuss.
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