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Unser Kiezladen ist keine Ware

Samstag, 19. NovemberDer Ausverkauf der Stadt habe nicht begonnen, er sei schon fast abgeschlossen, heißt es im Aufruf zur Kiezdemo am Samstag. Und das lässt sich auch mit klaren Zahlen belegen: Im vergangenen Jahr wurden in Berlin mehr als 10.000 Räumungsklagen gestellt. „Sie sind Ausdruck des kapitalistischen Interesses, durch Verdrängung höhere Mieten zu erzielen. Nicht wenige dieser Klagen münden in Zwangsräumungen. Nachbarschaftlicher Widerstand gegen Verdrängung ist leider die Ausnahme, findet aber statt.“ Unter den Widerständigen sind auch die Kiezladenkollektivistas und die Unterstützer*innen des Sozialen Zentrums Friedel54, das seit 12 Jahren politische Veranstaltungen, Volksküchen, Kneipenabende und Gruppentreffen ermöglicht. Seit Mai sind die Räume besetzt. Für diesen Freiraum und andere, für solidarische Kieze und Selbstverwaltung sowie den Aufbau außerparlamentarischen Drucks wird am Samstag demonstriert: Auftaktkundgebung um 16.30 Uhr, Herrfurthplatz, Demo-Start um 17 Uhr, Endkundgebung auf dem Hohenstaufenplatz.

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