Schleswig-Holstein lockt mit niedrigem Numerus Clausus: Diskussionsfreudige Rinder im Hörsaal
dpa/taz | Beinahe schrankenloses Studieren bietet das Erfolgsbundesland Schleswig-Holstein im Wintersemester 2016/17. Nur 31,7 Prozent der Studiengänge, die in Deutschlands dünn besiedelter Polarregion angeboten werden, unterliegen überhaupt irgendwelchen Zulassungsbeschränkungen. Und auch dort ist die Promilleobergrenze mit 4,5 recht großzügig angesetzt. Ferner ist Rinderhaltung in den Hörsälen auch weiterhin erlaubt, wenn die Tiere geimpft sind oder sich an den Diskussionen beteiligen. Allein für die Zulassung zum Masterstudiengang „International Boßeln and Klootschießen“ an der Blanke-Hans-Universität in Morskoog bei Plönsbüll muss eine Prüfung abgelegt werden. Der theoretische Teil umfasst ein bis zu neunstündiges Rigorosum über den existenzdialektischen Begriff des Boßelns bei Kierkegaard. Im schwierigeren praktischen Teil muss eine Kugel aus Matsch geformt werden.
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