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IM GROPIUS-BAU Islamische Schätze

Im Martin-Gropius-Bau sind ab heute Kostbarkeiten aus 1.000 Jahren islamischer Kunst zu sehen. Die bis 6. Juni dauernde Schau umfasst rund 200 Sammlungsstücke des in Genf ansässigen Aga Khan Trust, darunter wertvolle Koranblätter und seltene Porzellane. Wie Gropius-Bau-Direktor Gereon Sievernich am Dienstag bei der Präsentation sagte, wird die Ausstellung in Deutschland ausschließlich in Berlin gezeigt.

„Die Aga-Khan-Kollektion ist eine der bedeutendsten Sammlungen islamischer Kunst“, sagte Gereon Sievernich. Sie werde seit zirka 40 Jahren vom gleichnamigen Oberhaupt der Ismailiten, einer liberalen Gruppe innerhalb des Islam, zusammengetragen. Weltweit leben derzeit rund 35 Millionen Ismailiten. Das Geschlecht der Aga Khans geht nach islamischem Verständnis bis auf den Propheten Mohammed zurück. Der Titel selbst wird vom englischen Königshaus verliehen.

Der Generaldirektor des Aga Khan Trust for Culture, Luis Monreal, erklärte, die Schau solle viele in Deutschland lebende Muslime anlocken und zugleich stolz machen. Immerhin habe der Islam 14 Jahrhunderte lang große Kunst hervorgebracht. (ddp)