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Ist das überhaupt Kunst? Katrin und Susanne Heinz untersuchen in „Art’s Home is my Kassel“ die Diskrepanz zwischen den Anforderungen, die zeitgenössische Kunst an ihre Betrachter stellt, und dem Unwillen der Betrachter, sich darauf einzulassen. Beide sind Kasslerinnen, kennen die Documenta also gut und ebenso die Reaktionen des Publikums, bei dem aus Unverständnis schnell Abwertung wird. Die Filmemacherinnen grenzen sich von diesen Ressentiments nicht ab, aber sie gehen darüber hinaus, indem sie auch den Raum durchmessen, der sich in Kassel alle fünf Jahre einmal öffnet, wenn die Documenta stattfindet. Sie besuchen die Künstler in ihren Werkstätten, begleiten sie, interviewen sie. Sie folgen ihren Eltern, die in den Ausstellungsräumen rührend nach Beschreibungen suchen für das, was sie sehen. Dabei gibt es immer wieder interessante Momente, aber leider springt der Film zu sehr. Die Filmemacherinnen verlassen sich zu oft auf den Moment, in dem ein Akteur eine These, ein Resümee zum Besten gibt. Sie suchen Ergebnisse, nicht Prozesse. Und vernachlässigen auch die Geschichte der Documenta. Eine verpasste Gelegenheit. In: Eiszeit, Hackesche Höfe