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BKA hebt Waffenlager von Rockern aus

Wiesbaden (ap) - Bei Razzien in 27 Treffs der Rockergruppe „Bones“ haben Fahnder des Bundeskriminalamtes große Waffenlager ausgehoben. Sie verdächtigen die Gruppe, in illegalen Handel mit Kriegswaffen, in Raubüberfälle und Tötungsdelikte verwickelt zu sein. Die Wiesbadener Polizeibehörde schrieb am Montag, die Beamten von Bund und Ländern hätten in der Nacht zum Samstag „Bones„ -Versammlungszentren, Wohnungen und Geschäftsräume in Ludwigshafen, Frankfurt, Rüsselsheim und Neuwied durchsucht, insgesamt 33 Mitglieder vorläufig festgenommen und eine erhebliche Anzahl von Waffen entdeckt, „darunter auch Faustfeuerwaffen großen Kalibers sowie eine große Menge Munition und eine Vielzahl von verbotenen gefährlichen Gegenständen wie zum Beispiel Morgensterne, Schlagringe, Reizgas-Schlagstöcke, Nebelwurfkörper und so weiter“.

Das Bundeskriminalamt teilte mit, die Fahnder konzentrierten sich nun auf die sichergestellten Waffen, „zumal die Beteiligung der Rockergruppe 'Bones‘ an Raubüberfällen und Tötungsdelikten als nicht ausgeschlossen erscheint“. Die Rocker würden „insbesondere des illegalen Handels mit Kriegswaffen und Munition sowie mit Betäubungsmitteln und der Förderung der Prostitution verdächtigt“. Ein Richter habe gegen einen 32jährigen mutmaßlichen Haupttäter Haftbefehl erlassen und Haft gegen eine 24jährige Frau wegen des Besitzes von Kokain angeordnet. Die anderen vorläufig Festgenommenen seien nach Feststellung der Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

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