: DDR-Bürger gegen Müllpolitik
Berlin/Wiesbaden (dpa) - Bürger der DDR haben erneut gegen die Müllpolitik ihrer Regierung protestiert. Nachdem kirchliche Umweltschutzgruppen die Einstellung hessischer Abfallexporte auf DDR-Deponien verlangt hatten, forderten nun die Teilnehmer eines „ökumenischen Luftseminars“ die Nachrüstung der probeweise in Betrieb genommenen Müllverbrennungsanlage Schöneiche bei Ost-Berlin. Dort sollen nach Informationen der hessischen Grünen auch Rückstände aus Hessen vernichtet werden.
In einem Brief an das Umweltministerium der DDR heißt es, „unsere Luft, unser Wasser und unser Boden sind schon genug belastet. Es wäre besonders gegenüber unseren Kindern verantwortungslos, unser Land für Westgeld noch mehr vergiften zu lassen“.
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen