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THEATER-WERKSTATT

 ■ HÖREN UND LESEN

Beispiele von Ergebnissen der ersten Berliner Theaterautoren -Werkstatt 1988 wurden am Montag abend in der Akademie der Künste vorgestellt. Angelica Domröse, Anneliese Römer und Ulrich Tukur lasen Proben aus den Stücken „Liebfrauenmilch“ von Ulrich Zaum aus Rheinhausen i. Brsg. und „Das glühende Männla“ von Kerstin Specht, die in Kronach geboren wurde und heute in München lebt. Insgesamt hatten zwei Autorinnen und neun Autoren über ein halbes Jahr in Berlin die Möglichkeit, mit einem Stipendium des Senators für Kulturelle Angelegenheiten (2.000 Mark monatlich) und Beratung durch Theaterpraktiker im Literarischen Colloquium Berlin ein neues Stück zu schreiben. Szenen und Materialien dazu enthält eine Broschüre des Literarischen Colloquiums (zehn Mark, Am Sandwerder 5, 1-39). Die Jury bestand aus Irene Böhme, Franz Wille und Jörg W. Gronius. Auf die öffentliche Ausschreibung zu der Werkstatt hatten sich 254 Autoren gemeldet. Neun Stücke sind während der Werkstattzeit fertig geworden. Dominierend ist dabei die Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Vergangenheit. Als überraschenden Aspekt konstatierte die Jury: „Je jünger die Autoren, je deutlicher die Tendenz dazu.“ Kultursenator Hassemer sagte in der Veranstaltung in der Akademie der Künste: „Wir können stolz sein auf dieses wichtige Experiment. Wir wollten nicht nur Stipendien vergeben, sondern junge Autoren für eine bestimmte Zeit auch mit Fachleuten zusammenbringen.“ Nach der Förderung von Drehbuchautoren sollen in diesem Jahr Hörspielautoren und im nächsten Jahr Übersetzer gefördert werden.

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