: FU-Projekt über Exilpalästinenser
In einem umfangreichen Projekt hat der Berliner Politologe Friedhelm Ernst weit über 100 Interviews mit in die USA ausgewanderten Palästinensern geführt und deren Politisierung durch die Intifada untersucht. Palästinenser wandern seit mehr als hundert Jahren in großer Zahl in die USA aus. Charakteristisch für sie ist, daß sie auch lange nach der Einbürgerung enge Kontakte zu ihren Heimatstädten halten. Innerhalb eines Forschungsschwerpunkts „Ethnizität und Gesellschaft“ der FU wurde das Städtchen Ramallah nördlich von Jerusalem und dessen Migrationsbewegungen ausgewählt. Die Studie belegt, daß die Kontakte der Exil -community zur Heimatstadt mit Beginn der Intifada eine entscheidende Wende erfuhren. In welcher Form die umfangreichen Erhebungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen, ist zur Zeit noch unklar, da der Projektleiter Ernst auf der Rückreise überraschend verstorben ist.
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