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Razzien gegen weltweiten Betrügerring durchgeführt

West-Berlin. Ein weltweit operierender Betrügerring von rund 70 Israelis und Exilrussen ist jetzt aufgeflogen. Zeitgleich wurden am Dienstag über 130 Wohnungen vor allem in Berlin, aber auch Spielhallen sowie ein Bordell und eine Zelle in einer Berliner Justizvollzugsanstalt durchsucht, berichtete ein Düsseldorfer Polizeisprecher. Dabei seien gefälschte Münzen, körbe- und kistenweise geschmuggelte Ikonen sowie andere Kunstgegenstände und 260.000 Mark Bargeld sichergestellt worden. Ferner hätten die Ermittler 35 Kilo illegal eingeführten russischen Kaviar im Wert von 280.000 Mark beschlagnahmt.

Als einen der Chefs der illegalen Vereinigung, die seit 1980 mit verbotenen Geschäften vom Waffenhandel bis zum Glücksspiel Millionenbeträge ergaunert haben soll, wurde in Erkrath bei Düsseldorf ein 36 Jahre alter israelischer Kaufmann verhaftet.

Nach Erkenntnissen der Polizei gehörten unter anderem Schmuggel und Verkauf von Gold, Kunstgegenständen, Edelsteinen und Waffen zur Palette krimineller Geschäfte, die von der Bundesrepublik aus in 30 Staaten reichten. Es gebe „kaum ein gewinnversprechendes Handelsgut, mit dem die Gruppe nicht gearbeitet hat“, so die Düsseldorfer Polizei. So soll die Bande auch mit Hilfe falscher Urkunden EG -Ausgleichszahlungen für Warentransporte kassiert haben.

dpa

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