: Politbüro der KPdSU radikal ausgewechselt
■ Trennung zwischen Partei und Staat fast vollständig verwirklicht / Gorbatschows Personalpolitik triumphiert
Moskau (afp/taz) - Zu einem Triumph Gorbatschowscher Verhandlungstaktik wurde die Wahl von Politbüro und Sekretariat durch das neue ZK der KPdSU. Enge Mitarbeiter des Parteichefs und „gemäßigte Reformer“ sitzen im Sekretariat neben erklärten „Leninisten“, wie dem Parteichef Leningrads, Gidaspow. Die Trennung von Partei und Staatsfunktionen wurde fast vollständig verwirklicht - die Ausnahme verkörpert Gorbatschow, der für eine Übergangsperiode Staatschef und Generalsekretär bleibt. Er kündigte an, er werde seine präsidialen Vollmachten bis zur Neige ausschöpfen, um die Krise des Landes zu überwinden. In seiner Abschlußrede auf dem Parteitag grenzte sich Gorbatschow gegen die Radikaldemokraten ab und schlug eine breite Koalition für die Perestroika vor. SEITE 9
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen