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Neue Schlachtordnung

■ Regierungspräsident gegen Tierkörper-Gestank

Der Präsident des Regierungsbezirks Weser-Ems, Wolf Weber, will für Ordnung in der Massentierproduktion sorgen. Er wies die Kommunen an, Großschlachtereien strenger als bisher zu überwachen. Weber kündigte gestern außerdem an, daß zusätzliche Schlachtkapazitäten vorerst nicht mehr genehmigt werden dürfen. Blieben Sofortmaßnahmen ohne Wirkung, könnten auch bereits erteilte Genehmigungen widerrufen werden. Die Erlaubnis für neue Schlachtanlagen soll von der Stillegung entsprechender alter Kapazitäten abhängig gemacht werden.

Anlaß für die Maßnahmen ist eine Überlastung der Tierkörperbeseitigungsanlagen im Regierungsbezirk. In Kampe (Kreis Cloppenburg) hatte das Abwasser aus einer solchen Anlage zu starkem Gestank geführt. Hauptverursacher seien Schlachtbetriebe, die genehmigte Schlachtzahlen zum Teil erheblich überschritten hätten.

Da sämtliche Schlachtabfälle zur Weiterverarbeitung an Tierkörperbeseitigungsanlagen abgeliefert werden, „funktioniert es am Ende der Kette nicht mehr“, erläuterte der Regierungspräsident. dpa

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