: Um nichts versöhnlicher
■ betr.: "Politische Spuren im privaten Wahn", Kommentar von Helga Luschokat, taz vom 15.10.90
betr.: „Politische Spuren im privaten Wahn“,
Kommentar von Helga Lukoschat,
taz vom 15.10.90
Unter der alles ahnenlassenden Überschrift formuliert Helga Lukoschat in ihrem Kommentar zum Attentat auf Innenminister Wolfgang Schäuble exakt dreimal „diese Gesellschaft“. Sie will also immer noch an „jene“ denken lassen, die so gut, lieb und richtig ist.
Wer glaubt, ohne Utopien nicht leben zu können, der soll in seinem Kopf Utopien produzieren und reproduzieren, soviel er will. Er möchte sich aber bitte daran gewöhnen, daß sie auf den Seiten politischer Kommentare nichts zu suchen haben. Ist nächstens gesellschaftliche Realität zu kommentieren, dann schlage ich vor, schlicht „die Gesellschaft“ zu sagen. Das muß um nichts versöhnlicher sein. Rainer Marten, Freiburg
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