: Falsch zitiert und interpretiert
■ Betr.: „Umstrittener Demoaufruf“, taz vom 14.12.
Mit der Äußerung „Ich finde das auch falsch, einen Judenstern hinzumalen“, habt Ihr mich verkürzt zitiert.
Sinngemäß habe ich gesagt, daß ich es problematisch finde, ein Symbol zu benutzen, das insbesondere als jüdisches religiöses Symbol benutzt wird und dies gerade bei der grausamen Vergangenheit, für die das Symbol hierzulande steht.
Andererseits halte ich es für notwendiig, die Mitschuld Israels am Golfkonflikt anzuklagen.
Insgesamt wurde in dem Artikel der Eindruck erweckt, Uneinigkeit und Zwist würden bei den OrganisatorInnen der Demo vorherrschen; genau das Gegenteil ist der Fall:
Es ist erstaunlich, daß sich überhaupt Frauen und Männer aus so vielen so verschiedenen Bewegungen zusammentun, gemeinsam etwas in Gang zu bringen. Dabei ist es nicht nur natürlich, sondern auch notwendig, daß verschiedene Ansichten aufeinanderprallen und kontrovers diskutiert werden.
Das Demo-Motto, auf das sich das Bündnis geeinigt hat, lautet übrigens: „Kein Krieg am Golf — Solidarität mit den Unterdrückten der Region — entrüstet Daimler“.
Ernst Busche
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