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Vorläufiges Aus für Atomklo Morsleben

■ Bundesamt für Strahlenschutz hat keine Betriebsgenehmigung

Hannover (taz) — Bundesumweltminister Töpfer hat gestern sein einziges betriebsbereites Endlager für atomaren Müll eingebüßt. Der Verwaltungssenat beim Bezirksgericht Magdeburg stellte fest, daß das Bundesamt für Strahlenschutz als heutiger Eigentümer trotz aller atomrechtlichen Sonderklauseln im Einigungsvertrag das Endlager nicht betreiben darf. Inhaber der zur Zeit „schwebend unwirksamen“ Betriebsgenehmigung seien noch immer die Energiewerke Nord, die im Zuge mehrerer komplizierter Eigentümerwechsel als vorletzte das Endlager betrieben haben. Gegen die vorläufige Stillegung stehen Töpfer keine Rechtsmittel mehr zur Verfügung; dank Töpfer selbst sind inzwischen die Obergerichte für solche atomrechtlichen Anordnungen erste und einzige Instanz. So sprach das Bundesumweltministerium denn gestern auch von einer „schwierigen Situation“. SEITE 6

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