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Hochschulabschluß wird ab Ostern teurer

Charlottenburg. Heute wird der Verwaltungsrat des Studentenwerkes das seit langem umfangreichste Sparpaket verabschieden. Die Kürzungen werden vor allem zu Lasten der StudentInnen gehen. Ein studentischer Vertreter aus dem Verwaltungsrat sprach von einem »faulen Kuckucksei, das ihnen zu Ostern ins Nest gelegt werden soll«.

Entgegen der vom Geschäftsführer des Studentenwerkes, Hans-Jürgen Fink, vorgeschlagenen 1,3 Millionen Mark bestand der Senat jedoch auf eine Kürzung von 1,77 Millionen Mark. Die fehlenden Mittel sollen nun vor allem durch um 50 Prozent höhere Sozialbeiträge, aber auch durch steigende Preise für das Mensa-Essen abgedeckt werden. Vorgesehen ist ebenfalls, die Mieten bei Neuabschluß um bis zu 100 Prozent zu erhöhen.

Die nun noch zusätzlich gestrichenen 450.000 Mark sollen aus dem Personalbereich und von Studentenmieten bestritten werden. Nachdem durch den Senat die 11,5prozentige Finanzsperre für alle Verwaltungen verfügt worden ist, wurde auch das Studentenwerk zur Kasse gebeten. Mit einem Maßnahmeplan hatte die Geschäftsführung, wie Hans-Jürgen Fink sagte, nur vorgeschlagen, »welche Einsparung wieviel bringen würde«.

Ob das Rotstiftprogramm tatsächlich umgesetzt werden muß, hängt aber auch davon ab, wieviel Geld für den neuen Haushalt aus Bonn kommt. Die StudentInnen haben Protestaktionen angekündigt, falls sich ihre Befürchtungen bestätigen sollten. anbau

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